Da braucht sich niemand wundern, wenn sie jetzt keine Leute bekommen. Ich habe gehört, das viele den Beruf inzwischen gewechselt haben, bevor sie weiter arbeitslos wären.
Forum - Gastronomie klagt über Personalmangel
Wundert mich auch nicht, wenn man die Arbeitszeiten und Verdienstmöglichkeiten betrachtet. Viele Restaurants/Gasthäuser haben aus diesem Grund auch mehrere Ruhetage in der Woche. Corona hat diese Situation nur noch verschärft.
Ja, in der Gastro gabs auch vor Corona schon Personalmangel. So wie ihr sagt: Bei den Gehältern und unter den Arbeitsbedingungen kein Wunder. Am Wochenende, bis spät abends oder sogar nachts arbeiten, ständig "flexibel" sein. Da mal 3-4 Stunden länger bleiben, dort mal früher gehen. Freizeit planen ist unmöglich. In vielen Restaurants steht man unter ständigem Stress. Viele sind unterbesetzt. Und das kollektivvertragliche Mindestgehalt ist so gering wie kaum ein anderes.
Gekündigt wurden auch sehr viele Leute, die nicht in der Gastronomie tätig sind. Und natürlich sind die Arbeitsbedingungen in der Gastronomie anstrengend, aber es ist auch ein wunderschöner Beruf, wenn man Freude daran hat, anderen Menschen Freude zu bereiten. Vielleicht sollte man es mal von der Seite sehen - und so schlecht sind die Verdienstmöglichkeiten auch nicht - vor allem, wenn man auch bereit ist, z.B. auf Saison zu gehen. Dort kann man echt gut verdienen. Wenn das wirklich das wichtigste Argument bei der Berufswahl ist.
für mich spielt mit hinein, ob man angelernt ist -
oder über eine gute Ausbildung in der Gastronomie verfügt.
Wobei kulinarische Autodidakten (Beispiel die Eselböck's) eine perfekte kulinarische Welt erschaffen können
Ich schließe mich den Meinungen meiner Vorschreiber an. Schon letzten Sommer als sich abgezeichnet hat, dass es eine ziemlich gute Saison werden könnte, haben viele Betriebe nur (Pflicht-)Praktikanten eingestellt, nachdem sie ihr Stammpersonal im ersten Lockdown fallen gelassen haben.
Es gibt aber zum Glück auch andere Betriebe. V.a. einige große Hotelbetriebe hier bei uns haben über all die Monate versucht, ihr Stammpersonal zu behalten. Da hat z.B. das Stammpersonal bei kleinen Umbau- und Renovierungsarbeiten geholfen, um nicht arbeitslos zu sein. Einige Restaurants haben "Take-away" nicht angeboten, weil der Verdienst so hoch war (im Gegenteil!), sondern, weil sie das Personal nicht verlieren wollten.
Ich denke ein Betriebsleiter der auf sein Personal schaut und es auch in dieser schlechten Zeit nicht gekündigt hat, der kann mit dem gewohnten Mitarbeitern nun weiter arbeiten.
Der Kollektivvertrag liegt bei einem gelernten Koch/Köchin oder Restaurantfachfrau/-mann bei 1600 Euro BRUTTO für wohl gemerkt 40 Std. die Woche, nicht 38 oder 38,5, unter den genannten Bedingungen (quasi Rufbereitschaft rund um die Uhr in manchen Betrieben). Das sind Netto 1300 Euro. Dafür muss man 3 Jahre lang einen Beruf lernen. Ungelernte Arbeitskräfte bekommen übrigens 60 Euro Brutto weniger. Das sind für eine ausgelernte Kraft 40 Euro netto mehr.
Ja, man kann auf Saison bestimmt gut verdienen. Möchte man aber ein Leben wie viele andere Menschen, mit Familie und Freunden, führen, wird oft nur Mindestlohn gezahlt. Die Kollektivverträge sind für mich einfach unverständlich und ungerechtfertigt.
Zuletzt bearbeitet von Thanya am 15.05.2021 um 13:36 Uhr
In vielen Betrieben wird über dem Kollektivvertrag bezahlt, weil sie sonst kein Personal bekommen. Weiters bekommt man das Trinkgeld sowie Essen und Getränke kostenlos. Das muss man auch dazurechnen.
Zuletzt bearbeitet von Silviatempelmayr am 15.05.2021 um 17:03 Uhr
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Zuerst werden die Leute gekündigt und dann wundern sie sich wenn diese in anderen Sparten arbeiten und für die Hungerlöhne die in der Gastronomie bezahlt werden keine Lust mehr haben zurückzuwechseln. Vielleicht auch noch das Risiko einzugehen und in 2 Monaten wieder gekündigt zu werden.