Forum - Wetterdaten gegen Panikmache: Die vergessenen Hitzesommer von Wien

 
Lara1

zahlenfreak.at (dort finden Sie auch die entsprechenden Tabellen)

Betrachtet man isoliert die Wetterdaten von Wien (Hohe Warte) zwischen 1960 und heute, zeigt sich eine moderate Erwärmung. Die sogenannten „Tropenmorgen“ (Tage, an denen es um 7:00 Uhr morgens bereits über 20 Grad hat) kamen in der Klimaperiode von 1961 bis 1990 im Schnitt zwischen 10 und 20 Mal pro Jahr vor. Heute liegen wir oft bei 40 bis 50 Mal in Wien. Für den kurzsichtigen Betrachter mag das dramatisch wirken. Doch die Klima-Geschichte Österreichs begann nicht erst nach dem Zweiten Weltkrieg.

Der Blick auf die echten Langzeitdaten: 1775 bis heute
Wien (Hohe Warte) ist die einzige Wetterstation in Österreich, deren Aufzeichnungen tatsächlich bis in das Jahr 1775 zurückreichen. Nimmt man alle verfügbaren Daten in die Bewertung mit auf, bricht das Narrativ der „nie dagewesenen Erdüberhitzung“ wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Als Lerch die Daten vor 1850 analysierte, stieß er auf Werte, die heute medial vermutlich zum Ausrufen des Klima-Notstands führen würden:

In den Jahren 1783, 1797 und 1811 gab es jeweils über 90 Tage, an denen es um 7 Uhr früh bereits mindestens 20°C hatte. (Zum Vergleich: 2024 spricht man bei 60 Tagen schon von Extremen).
Sogenannte „Hitzemorgen“ (bereits über 25°C um 7 Uhr früh) traten in diesen Jahren bis zu 31 Mal auf. Aktuell liegen wir in einem 20-Jahres-Schnitt bei etwa 5 solcher Morgen pro Jahr; um 1800 waren es im Schnitt doppelt so viele!
Die längste gemessene „Tropenmorgen-Periode“ der jüngeren Zeit dauerte 23 Tage (2013). Im Sommer 1794 gab es eine solche Hitzewelle über unschlagbare 34 Tage am Stück; im Jahr 1782 waren es 30 Tage am Stück.

Teddypetzi

Ich sag da nur ohje, die Lara1 weiss was, sie hat es ja im Internet gelesen

Lara1

Und was willst damit sagen, Teddypetzi?