Forum - Welche Obstkerne kann ich mitessen?

 
Katerchen

Die Kerne in Erdbeeren, Himbeeren oder auch Granatäpfeln und Maracuja isst man automatisch mit, sie sind genauso essbar wie die Samen in Kiwis. Unproblematisch sind beispielsweise auch die Kerne von Melonen, Kürbissen oder Weintrauben. Traubenkerne sind nicht nur ballaststoffreich, sondern enthalten mit Polyphenolen auch sekundäre Pflanzenstoffe, von denen gesundheitsfördernde Wirkungen ausgehen sollen. Da sie antioxidativ sind, wird vermutet, dass sie das Risiko für Krebskran*heiten und Herz-Kreislauf-Erkran*ungen senken, das Wachstum von Bakterien, Pilzen und Viren unterdrücken und das Immunsystem positiv beeinflussen können.

Kerne von Steinobst, wozu Aprikosen, Pfirsiche, Kirschen, Pflaumen oder auch Mangos zählen, sollte man nicht essen. Das Innere der Kerne enthält die toxische Substanz Amygdalin, die bei der Verdauung Blausäure bildet. Während der menschliche Körper geringe Mengen abbauen kann, können hohe Dosen zu schweren akuten Vergiftungen mit Krämpfen, Erbrechen sowie Atemnot und im schlimmsten Fall zum Tod führen. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung liegt die unbedenkliche Dosis für Erwachsene bei drei kleinen Aprikosenkernen pro Tag, Kinder sollten sie gar nicht zu sich nehmen.

Wenn man Apfel-, Birnen- oder Kirschkerne verschluckt, die ebenfalls Amygdalin enthalten, besteht kein Grund zur Sorge. Wenn der Kern nicht zerkaut wird, wird er einfach wieder ausgeschieden. Auch ein oder zwei zerbissene Apfel- und Birnenkerne sind unproblematisch. Anders verhält es sich bei einem hohen Konsum sowie der regelmäßigen Zubereitung von Smoothies, wenn das Kerngehäuse mit dem Kern mitpüriert wird. Da das Amygdalin dabei freigesetzt wird, rät man davon ab. (sz-magazin)

Zuletzt bearbeitet von Katerchen am 14.02.2026 um 13:47 Uhr

Teddypetzi

Ich würde sagen, alle die man noch schlucken kann, die anderen könnten zum ersticken führen