Forum - Unterbringungswunsch als Flüchtling

 
Limone

16 ukrainische Flüchtlinge waren von der neuen Unterkunft in Maria Dreieichen nicht begeistert: Sie wollten nur noch weg aus dem "Kaff". Die Ankunft der ukrainischen Flüchtlinge beim Kirchenwirt in Maria Dreieichen (Mold, Bezirk Horn) verlief am Freitagabend etwas anders als erwartet: Alles war hergerichtet und eingekauft. "Ein Grundpaket an Mehl und Nudeln wurde von einer Firma bereitgestellt", so Quartiergeber Vlasaty zu den "Bezirksblättern", der am Donnerstag noch extra 15 Großpackungen Klopapier gekauft hatte. Die Dame des Hauses kaufte Hygieneartikel, Zahnbürsten und Co. 16 ukrainische Flüchtlinge wurden am Freitag schließlich mit einem Schnitzelessen empfangen (geplant waren rund 50 Flüchtlinge). Doch bereits beim Betreten des Quartiers sagten einige Gäste augenrollend, dass sie hier nicht bleiben werden, denn hier gäbe es keine Infrastruktur, man wolle eine Schule, einen Kindergarten, ein Spital, Einkaufsmöglichkeiten und Jobs. Der Wunsch-Ort wäre Baden. Schließlich wurden die Schnitzel zwar verputzt, doch dann ging es mit dem Bus Richtung Wr. Neustadt. Doch kurz vor Wien erreichte Buschauffeur Mario ein Anruf, die Flüchtlinge müssen zurück nach Maria Dreieichen. Jetzt sind die Menschen doch beim Dorfwirt. "Es gibt eine Hotelküche, wo die Menschen selbstständig kochen können und Essensräume. Jedes Zimmer hat ein WC, Dusche und Fernseher", berichtet die Wirtin nachdenklich. gelesen auf heute Kann man als Flüchtling eine solche Unterkunft ablehnen? Ich habe Fotos davon gesehen und finde das das sehr in Ordnung ist, wo die Flüchtlinge untergebracht sind. Die Menschen dort haben sich Mühe gegeben und dann werden sie so behandelt.

moga67

 Selbst wenn es stimmen sollte, sind 1000ende Flüchtlinge zufrieden und einfach nur froh dem Krieg entkommen zu sein.

Menschen die unzufrieden sind, gibt es in jeder Nation und es wird auch immer wieder Flüchtlinge geben die mit der Unterkunft nicht zufrieden sind. Man hilft nicht um Dankbarkeit zu erwarten, man hilft weil es ein eigenes Bedürfnis ist.

Wahlmöglichkeit kann es nicht geben, wenn keine anderen Bekannten hier sind!

 

Zuletzt bearbeitet von moga67 am 19.03.2022 um 22:02 Uhr

hobbykoch

Ich schließe mich moga67 vollinhaltlich an.

Jetzt geht es einmal um die Unterbringung. In weiterer Folge wird man aber die Infrastruktur auch berücksichtigen müssen. Die Kinder sollten dort untergebracht werden, wo es Bildungsmöglichkeiten gibt. Die Leute, die arbeiten können und wollen, sollten dort hinkommen, wo es Arbeitsplätze gibt, etc.

Katerchen

Okay, ich habe mal nach Maria Dreieichen gegoogelt. Das ist kein "Kaff", das ist weniger. Eine Kirche und vier Gasthäuser. Die Infrastruktur besteht aus einer Straße und eine Handvoll Lädchen mit Devonatienhandel. Und den Friedhof nicht zu vergessen. Das ganze ist irgendwo im Nirgendwo, oder mal frech gesagt "am Arxxx der Welt". Wenn Jemand als Eremit leben will ist es dort möglich.
Wie sollen sich da Flüchtlinge integrieren können und für ihren eigenen Lebensunterhalt sorgen? 

Limone

Ich habe mir das auch im Internet angeschaut. Das Krankenhaus in Maria Horn, ist 5,3 Kilometer entfernt, der Ort hat etwa 6.400 Einwohner. Eine Bushaltestelle ist auch dort. Ins Stadtzentrum sind es 5 Kilometer. Ich finde das ist kein Kaff, nur etwas ausserhalb. Bei uns gibt es viele Orte, wo der Ort aus nur 2 Häusern besteht und nicht mal einer Kirche.

snakeeleven

Falls sie mit der Infrastruktur nicht zufrieden sind, können sie wieder zurückgehen, in der Ukraine ist bestimmt mehr los. da gibt es zerbombte Infradruktur genug.

Billie-Blue

Ich kenne Horn und Umgebung gut . Maria Dreieichen ist ein Wallfahrtsort , der heute an Bedeutung verloren hat und es ist eine normale Ortschaft, wie es sie viele gibt. In der Stadt Horn gibt es Krankenhaus und höhere Schulen ( Gym, HTL,HAK usw), Einkaufszentren, eine Kleinstadt eben. Man ist mit dem Auto in wenigen Minuten in Horn. Also A der Welt ist es nicht wirklich.

Aber woher weiß man diese Geschichte eigentlich? Ich kenne die Wirtin des besagten Gasthauses nicht persönlich, aber habe von ihr gehört, was Personen so erzählen. Wirte haben ja in der Region immer ein bestimmtes Image, kann positiv oder negativ sein. Werde hier nichts über den Ruf der  Wirtin schreiben, möchte aber zu bedenken geben, dass man generell nicht alles 100% glauben darf, was ein Bezirksblatt so niederschreibt. Man müsste immer auch die andere Seite anhören, damit kein falsches Bild entsteht.

Die Geschichte kann stimmen oder aber eine verzerrte Halbwahrheit darstellen. Jedenfalls dient sie gut dazu, um Stimmung gegen Flüchtlinge zu machen. Das ist nicht in Ordnung. Denn Flüchtlinge sind auch unterschiedlcihe Menschen, Sympathoische und weniger Sympatische. Das hat nichts damit zu tun, dass in der Ukraine ein schrecklciher Krieg mit Kriegsverbrechen stattfindet, vor dem Menschen flüchten müssen und nicht wollen.  Die wären klarerweise lieber zuhause, auch wenn es dieses Zuhause nicht mehr gibt.

 

jowi59

Die kommen wahrscheinlich aus einer Großstadt und kennen kein kleines Dorf.

Es darf aber jeder wieder nach Hause oder auch eine andere Unterkunft suchen und selbst bezahlen.

moga67

Die Ukraine ist ein riesiges Land und auch dort gibt es den A.. der Welt. Als Großstädter hat man dann einen "Kulturschock". Das wichtigste ist, dass die Flüchtlinge zuerst eine Bleibe haben, alles andere wird sich entwickeln.

Meine Freundin wohnt im tiefsten Mühlviertel, wunderschöne Gegend aber auch A der Welt. Ich besuche sie gerne, möchte aber dort nicht leben - keine Arbeitsmöglichkeit, ewig bis bis nächsten Arzt, Schule, Einkaufsmöglichkeit. und doch ist man in 70 Minuten in Linz.
In den USA ist es durchaus üblich das Landbewohner 2 Stunden zum Einkauf fahren - das können wir uns gar nicht vorstellen.