Forum - Umdenken bei Neubau von Einfamiluenhäusern

 
Pesu07

Bundesbauministerin Klara Geywitz (D) tätigte folg. Aussage: "Ein Einfamilienhaus sei ein Lebensabschnittsgebäude. Wir haben eine wunderbare Flächenauslastung von 150 Quadratmetern Einfamilienhaus, wenn Sie und Ihre Frau und Ihre drei Kinder da drin wohnen. Doch die Kinder zögen irgendwann aus und dann sei man zu zweit auf 150 Quadratmetern,"

Folgende Interpretation dieser Aussage vom Journalisten: Die Bundesministerin bedauert, dass ältere Menschen auch nach dem Auszug der Kinder im großen Haus wohnen bleiben. Die Botschaft ist klar: Wir als Politik bauen nicht zu wenig, ihr wohnt einfach falsch! Das ist nicht nur überheblich. Es passt auch nicht zur Lebensrealität der Menschen.

Was meint ihr dazu?

jowi59

Das wird nicht so einfach sein dass jemand umzieht nur weil das Haus zu groß ist.

Wenn man das Haus selbst gebaut hat und vielleicht 30 oder 40 Jahre darin gewohnt hat, dann sucht man sich nicht so leicht etwas neues.

Und jeder Umzug kostet auch viel Geld und Nerven.

Und ausserdem brauchen meist auch die Nachkommen das Haus, wenn nicht gleich dann halt etwas später.

Billie-Blue

Ich erlebe das bei anderen, die jetzt nach der Scheidung, nachdem auch alle 4 Kinder ausgezogen sind, der Mann alleine im Haus wohnt  auf 200 m2. Noch dazu kein schöner Grundriss mit 4 Kinderzimmern. Die sind jetzt nutzlos. 

IM Umfeld gibt es auch einige ältere Leute, die ihr Haus verkauft  und sich etwas Barrierefreies gekauft haben, keinen Graten mehr wollten, weil sie eh keine Kraft mehr dazu haben. Aber viele bleiben nur wegen den Erben darin wohnen, obwohl sie es anders leichter haben könnten.

Was die Politikerin sagt , ist mir eigentlich egal. Wir entscheiden sowieso selber, wie wir wohnen.

moga67

Wir haben das Haus für uns gebaut - behindertengerecht und auch mit Platz für eine Unterstützung.
Wenn jemand von  unseren "Jungen" das Haus übernehmen möchte, würde es uns freuen und wir haben auch die Möglichkeit für einen Ausbau geschaffen (aber nicht fertig durchgeführt )
Ich kann nicht entscheiden, ob die junge Generation mit der Alter, unter einem Dach wohnen möchte.

Ein Mehrgeneration-Haus war in meiner Jugend eigentlich überall normal und ich habe es geliebt mit Oma, Opa, Mama, Papa und Geschwister unter einem Dach zu leben. Es hat natürlich auch Nachteile aber viel mehr Vorteile.

 

littlePanda

 Naja, es ist einfach eine Tatsache, die hier geschildert wurde. Je nach Zusammenhang kann man die natürlich interpretieren, wie sie gemeint ist.

Maarja

Das sind Probleme, die sich irgendwann von selbst lösen. Keiner lebt ewig und das Wohnungsproblem würde nur kurzfristig entspannt, wenn die "Alten" umzögen. 

Bierbube

Altersheim und die Blauensteiner würden das Problem sicherlich lösen . Die Aussage dieses Politikers empfinde ich als Frechheit .Das Wohnproblem wäre gleich gelöst wenn div Politiker keine Zweitwohnungen von den Gemeinden in Anspruch nehmen würden .

hobbykoch

Ich kenne im Umfeld alle möglichen Varianten. Paare, die "sich" nach dem Auszug der Kinder wohntechnisch verkleinert haben und das Geld in tolle Reisen investieren. Paare, die im eigentlich viel zu großen Haus bleiben und damit bzw. besonders mit dem Garten glücklich sind. Einzelpersonen in großen/kleinen Häusern, die sich im Alter einsam fühlen oder denen die Arbeit mit der großen Wohnfläche zu viel wird. Im Endeffekt ist es eine sehr individuelle Entscheidung, wie man wohnt und wohnen möchte.

hexy235

Ich möchte selbst entscheiden können, ob ich in meiner großen Wohnung bleiben möchte oder ob ich in etwas kleineres ziehen will.

Ullis

Ich würde  gerne in einem Mehrgenerationshaus wohnen wollen. Auch mit guten Freunden in einer Wohngemeinschaft kann ich mir gut vorstellen. Wer weiß, was sich noch ergibt.bis dahin bleibe ich in meinem kleinen Häuschen und lass es mir gut gehen.

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