Forum - Schluss mit Body Positivity?

 
Katerchen

Die Zeiten der Magermodels waren passé - doch nun scheint es ein Revival zu geben. Dürre Körper sind wieder en vogue.

Es glich fast einer Revolution: 2018 castete Model Heidi Klum in ihrer Show „Germany’s Next Topmodel“ erstmals Curvy Models. Es war ein klares Zeichen: Die Modelwelt hatte sich von mageren Körpern und Size Zero abgewendet. Gefragt waren nun ein gesundes Erscheinungsbild, Body Positivity und Diversität. Doch ein Blick auf die aktuellen Laufstege dieser Welt legt den Eindruck nahe, die Modebranche falle zurück in alte Muster. Egal ob in Berlin, Mailand oder New York - auf den Laufstegen der renommierten Fashion Weeks waren zuletzt wieder extrem dürre Frauen zu sehen.

Mitunter kursiert sogar ein Trend mit dem Namen Heroin Chic. Bei dauerhaftem Drogen-Konsum mergelt der Körper aus, das Gesicht fällt ein und Augenringe entstehen. Was total ungesund klingt, galt lange Zeit als optisch erstrebenswert und könnte sich nun den Weg zurückbahnen - mit Folgen: Immer wieder kollabierten zu den Hochzeiten des Magertrends Models auf Laufstegen.

Eine Modelagentur berichtet gegenüber der Tagesschau, 2023 und 2024 seien noch verstärkt diverse Models gecastet worden. Seit 2025 gehe es aber nicht mehr in diese Richtung. Gerade das Luxussegment und der Bereich High Fashion suche wieder nach extrem schlanken Models. Mehr

Bereich

Dass dünn sein gerade wieder modern zu sein scheint, zeigt sich auch abseits der Modenshows: Prominente Frauen wie Nicole Kidman, Demi Moore oder Emma Stone präsentierten sich beispielsweise beim Schaulaufen auf dem roten Teppich der Oscars einheitlich schmal. Und das wiederum prägt die Wahrnehmung der Körper und die Schönheitsideale aller. Es sind problematische Vorbilder. Hinzu kommt der weltweite Hype um die Abnehmspritze Ozempic - einen schlanken Körper gibt es vermeintlich einfach für nur einen Picks. Komplettiert wird der Schlankheitswahn durch eine kategorische Verzerrung von Körperbildern in den Sozialen Medien.

Nun, es gibt auch eine positive Seite: wenn man so einen „dürren Knochen“ als Freundin hat spart man sich viel Geld fürs Essen. 😈

jowi59

Mit Gewalt schlank werden ist sicher nichts positives.

Es gibt eben von Natur aus Hagere genau so wie etwas fester gebaute.

Jeder hat eine andere Veranlagung.

snakeeleven

Dick ist schick

littlePanda

Wobei es ein Unterschied ist, ob man schlank oder dürr und untergewichtig ist. 

Katerchen: Das was Du Dir an Essen für die dürre Freundin spart, gibst Du für Ozempic wieder aus. Ist also eine Nullnummer ;-)

hobbykoch

Der Body-Positivity-Trend war meiner Meinung nach nur sehr oberflächlich. Eventuell war es nicht ganz so gefragt, ultradünn zu sein. Aber die Tendenz, das Erscheinungsbild zu optimieren, war immer gegeben. Nicht umsonst boomen Schönheits-OPs, kosmetische Behandlungen, etc. in den letzten Jahren mehr denn je.

moga67

Jeder soll sich in seinem Körper wohlfühlen und es gibt keinen anderen Menschen das Recht darüber zu urteilen.

Gerade aber bei den jungen Models finde ich es einfach verwerflich - sie werden dazu gedrängt und genötigt.

Wenn dieses "ultradünn sein" so "alte Hasen" wie Nicole Kidman, Demi Moore, Victoria Beckham  und co machen ist es ihre Sache und ihre Gesundheit.
Leider werden sie aber ihrer "Vorbildfunktion" nicht gerecht.  

Auf sich achten, sich pflegen und sich wohlfühlen sollte aber jeder Mensch.

Lara1

Ich finde diese "Vorbilder" auf den Laufstegen, in Magazinen und auch im Internet für junge Menschen gefährlich. Die möchten überall dazugehören, auch so aussehen und nacheifern.

 

Billie-Blue

 Der Trend, ganz dünn zu sein, war meiner Meinung nach nie weg. Ein wirkliches Body positivy gabs nie. Die Curvy Models sind auch kein body positivy Vorbild, da sie das Fett großteils an den " richtigen Stellen" haben, in Form von weiblichen Rundungen. Üblicherweise setzt es sich bei vielen aber auch an unerwünschten Stellen wie etwa am Bauch usw an und somit sind wieder viele mit ihrem eigenen Körper unzufrieden.

Ich finde auch nicht, dass Demi Moore oder Nicole Kidman ein Vorbild für Mädchen sein müssen. Junge haben sicher auch jüngere Vorbilder und nicht 60 Jährige, die verzweifelt gegen den Alterungsprozess ankämpfen.