Forum - Mogelpackungen

 
Katerchen

Das Handelsgericht hat den Wiener Schnittenhersteller Ma**er verurteilt. Grund sind zu wenige Schnitten und zu viel Luft im Schüttelbeutel eines Produkts. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hatte die Firma im Auftrag des Sozialministeriums geklagt.

Im Verfahren vor dem Handelsgericht wurden die Produkte „Original Neapolitaner“, „Haselnuss Mignon“ und „Mozart Mignon“ im Schüttelbeutel miteinander verglichen. Die Säckchen der drei Produkte sind gleich groß und werden in den Verkaufsregalen nah beieinander präsentiert. Bei der Füllmenge gibt es allerdings Abweichungen: Während „Original Neapolitaner“ und „Haselnuss Mignon“ mit 400 Gramm befüllt sind, enthält „Mozart Mignon“ 100 Gramm weniger.

„Die Mozart-Schnitten weisen damit einen Befüllungsgrad von nicht einmal 40 Prozent auf“, kritisierte Verena Grubner, zuständige Juristin im VKI, in der Aussendung. Konsumentinnen und Konsumenten sollten jedoch darauf vertrauen dürfen, dass Verpackungen nicht überdimensioniert seien. „Die Irreführung der Verpackung der ‚Mozart Mignon Schnitten‘ ist vor allem deshalb so gravierend, weil das Produkt in enger Verbindung mit ähnlichen Produkten – die lediglich eine andere Geschmacksrichtung aufweisen – angeboten wird“, so Gruber. (wien.orf.at)

Das ist ein beliebter Trick der Hersteller. Die Verpackungen bleiben gleich groß aber es ist immer weniger drin. So kann man Preissteigerungen auch tarnen.

Billie-Blue

Mir ist dieser Mogelpackungstrick bei einem Produkt für Hunde aufgefallen. Eine Packung mit Kaustangerln in einer durchsichtigen festen Plastikpackung, oben ein breiter bunter Pappkarton mit Bildern vom HUnd und beschriftet. Es hat ausgeschaut, als wäre das eine Vorratspackung mit viel Inhalt. Zuhause habe ich die Kaustangerln in ein dünnes Gefriersackerl umgefüllt, das hat dann so mickrig ausgeschaut und so wenig. Wenn das so im Regal stehen würde, würde man es wahrscheinlich um das Geld nicht kaufen. Da wird mit einem extradicken Plastik und viel Karton geschummelt.

Billie-Blue

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Und übrigens ist dieses Schnittenklumpert aus Fett und Zucker sowieso vom Materialpreis wertlos, selbst wenn 1000g in der Packung wären.

Zuletzt bearbeitet von Billie-Blue am 11.07.2022 um 13:44 Uhr

MaryLou

Trotzdem sollte der Käufer doch auch lesen können - und natürlich das gelesene auch verstehen. Ich glaube schon dass auf der Verpackung oben steht dass der Inhalt nur 300g beträgt. 

Verrückte Welt, sag ich dazu.

Teddypetzi

Wenn 500 Gramm darauf stehen, dann sind auch nicht mehr drinnen, also somit ist es keine Mogelpackung, manche Lebensmittel benörigen auch mehr Luft für die Lagerung

moga67

Eine Mogelpackung ist für mich, wenn 400g auf der Packung stehen aber nur 300g drinnen sind. So nenne ich das einen Täuschungsversuch. Irgendwie hab ich das Gefühl das manche Kunden, nicht mehr in der Lage sind, Inhalt und Preis in Relation zu bringen.  Es reicht eh schon, wenn die Inhaltsliste kaum zu lesen bzw zu entziffern ist.
Übrigens- Ma**er Schnitten esse ich liebend gern.

 

littlePanda

 Für mich sind das auch  keine Mogelpackungen, denn es steht ja drauf wie viel drinnen ist. Wenn man nicht willens ist zu lesen, dann ist  man selber schuld. Aber es ist natürlich einfacher anderen die Schuld zu geben. 

Billie-Blue

Mir ist es ziemlich egal, wie viel in einer Packung ist, wenn ich etwas möchte, dann kaufe ich es. Ich lese nicht , ob wo 200g oder 300 g drinnen sind, es sei denn ich benötige eine gewisse Menge. Ob etwas mit 200g teurer ist als etwas mit 300g ist mir auch  wurscht. Was mich stört, ist, dass durch Mogelpackungen unnötig Müll in großen Mengen produziert wird. Solche Produkte meide ich so gut es geht, aber manchmal gehts nicht anders.

hexy235

Überall wird von zuviel Müll gesprochen und von einem Engpass bei Verpackungsmaterial, aber anscheinend gibt es noch genug Karton oder Papier

schlucki2

Die große Milka Schokolade hat immer 300g gehabt - jetzt nur mehr 270g - Preis ist nur leicht gestiegen

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