Forum - Immer weniger Nahversorger auf dem Land

 
jowi59

gefunden auf: https://salzburg.orf.at/stories/3276850/

Jede zehnte Gemeinde Salzburgs müsse ohne Nahversorger auskommen, heißt es in einer Studie der KMU Forschung Austria. Im bundesweiten Vergleich schneidet Salzburg hinter Steiermark und Wien noch am Drittbesten ab. Allerdings gebe es weiter ein großes Gefälle zwischen Stadt und Land.

In kleinen Gemeinden lohne es sich für jüngere Generationen oft nicht mehr, das Lebensmittelgeschäft der Eltern zu übernehmen, heißt es in der Studie. Problemzonen seien kleinere und entlegenere Gemeinden mit weniger als zweitausend Einwohnern. Diese Entwicklung sei nicht neu. Seit vielen Jahren würden Nahversorger in ländlichen Gegenden zusperren, während es in Stadtgebieten weiteren Zuwachs gibt.

Da ist sicher ein Grund, weil viele in anderen Orten arbeiten und auf dem Weg in einem Supermarkt einkaufen.

Der Nahversorger wird oft nur mehr für Kleinigkeiten besucht.

Billie-Blue

Österreich hat übrigens die größte oder eine der größten Dichten an Lebensmittelmärkten.

In Wien kann ich von meinem Zuhause aus in 2 Filialen desselben Lebensmittelkonzerns  in 5 Minuten zu Fuß gehen, in eine dritte und vierte Filiale derselben Kette in 10 bis 15 Minuten, zu einem anderen Diskonter in 10 Minuten. Dazu kommen in 5 Minuten Gehweite ein Bäcker, ein türkischer Laden, ein Frischfischgeschäft und  ein  Bio- Laden. Also insgesamt 9 Geschäfte mit Lebensmitteln in Gehweite. Und ich wohne nicht im Zentrum!!! MIt dem Auto kann ich unzählige Lebensmittelfilialen in weniger als 10 Minuten erreichen.

Am Land haben wir erst seit kurzem wieder einen Nahversorger, der aber die Öffnungszeiten schon wieder stark reduziert.

Dieses Ungleichgewicht ist beachtlich.

Zuletzt bearbeitet von Billie-Blue am 12.10.2024 um 14:50 Uhr

Jasmin4you

Bei uns genauso - aneinander gereiht viele Supermärkte. Da hat man die große Auswahl pur. Das ist schon mega krass.

moga67

Was nützt es der Landbevölkerung, wenn Österreich die größte Dichte an Lebensmittelmärkten hat, wenn diese aber in Ballungszentren angesiedelt sind.In vielen kleinen Ortschaften gibt es nun weder Bäcker, Metzger und auch keinen Greisler, die Konzerne haben durch ihre Preise, diese Geschäfte ruiniert.
Jeder Konsument muss sich da selber an der Nase nehmen!

Zuletzt bearbeitet von moga67 am 13.10.2024 um 19:53 Uhr

littlePanda

Wenn alle die nach dem Schließen eines Greisslers jammern, daß wieder ein Nahversorger geschlossen hat, vorher dort eingekauft hätten, dann hätte das Geschäft vermutlich nicht schließen müssen. Vermutlich deshalb, weil es ja auch noch andere als wirtschaftliche Gründe geben kann.

 

 

Billie-Blue

Am Land ist auf alle Fälle eine Missentwicklung seit langem zu beobachten. Die häßlichen Einkaufszentren an der Peripherie, wo alle mit dem Auto hinfahren und in den Ortskernen gibt es nichts. Und die Grundstücksbesitzer verkaufen aus Geldgier an die Konzerne, landwirtschaftlcihe Flächen werden davor noch schnell großzügig umgewidmet und nachher jammert man.

Andererseits muss man auch verstehen, dass man als Nahversorger auch davon leben können muss. Wenn die Berufstätigen eines Ortes alle in Städte pendeln müssen und den ganzen Tag auswärts sind, kaufen sie gezwungener Maßen auch auswärts ein, weil es oft schon nach 19 Uhr ist, wenn sie heimkommen und dann der Nahversorger geschlossen hat. Und von ein paar autolosen Pensionisten kann sich das Geschäft nicht rentieren.

Teddypetzi

Wir haben runherum unsere Bauern, frischer geht´s nicht, für den Rest fahren wir 4 Km

und 2x in der Woche kommt der Bäcker, mehr hatten wir noch nie und es passt auch so

 

Teddypetzi

Wir haben runherum unsere Bauern, frischer geht´s nicht, für den Rest fahren wir 4 Km

und 2x in der Woche kommt der Bäcker, mehr hatten wir noch nie und es passt auch so

 

snakeeleven

Bei uns im Ort gibt es einen Bäcker 2 Fleischhauer einen "Ab Hof" Verkauf

Silviatempelmayr

Ich kaufe auch viel bei den Bauern im Ort. Fleisch, Erdäpfel, Eier und Milch bekomme ich da ganz frisch.