Wenigstens haben die etwas ohne Handy gemacht. Wenn es meine Kinder gewesen wären, hätte ich mich gefreut, dass sie mit dem Klumpert experimentieren, statt es zu essen. Nur hätten sie so etwas bei uns zuhause gemacht, in einem Rahmen, wo man Dreck machen kann, den man danach wegräumt. Dort auf den Stufen müsste man halt dann mit Wasser wegspülen.
Wir durften als kleine Kinder bei einer Freundin auch mit Lebensmitteln spielen, mit Brösel, Zucker, Kaukau und Milch ( natürlich in kleinen Mengen), die uns die Mutter der Freundin zur Verfügung stellte. Da haben wir dann verschiedene "Rezepte" probiert. Das Spiel hieß "kocherln".
Ich rüge generell keine fremden Kinder. Einmischen würde ich mich nur in einem Notfall, wenn etwas gefährlich ist.

heute am frühen nachmittag, im zentrum einer kleinstadt, auf den stufen eines öffentlichen gebäudes:
es sitzen dort zwei mädchen im volksschulalter mit einem liter orangensaft im tetrapack, und einem sackerl brausezuckerl. die zuckerl werden auf die stufen aufgelegt und mit dem orangensaft begossen, um zuzusehen wie es schäumt. alles ist schon klebrig, konsumiert wird von den süßigkeiten nichts.
ich finde es schlimm, dass die kinder anscheinend schon so übersättigt sind von dem süßen müll, dass damit nur noch gespielt wird. andererseits geht das aber auch noch als lebensmittel durch, also geht spielen schon gar nicht. und das verunreinigen von öffentlichen gebäuden sollte auch selbstverständlich nicht durchgehen.
da ich die kinder nicht kannte, habe ich sie nicht angesprochen und bin weitergeradelt. hättest du etwas gesagt?