Die Rechtschreibreform ist ja nicht mehr gar so neu, fast 30 Jahre alt.
Eigentlich war die Umstellung von ß auf ss keine grundlegende Reform. Nach kurzgesprochenen Vokalen kam auch schon davor ein doppelter Konsonant: Knapp, Mitte, Latte usw. Das S war damals eine Ausnahme. Und mit der Reform ist eben dann auch beim Buchstaben S ein ss nach einem kurzgesprochenen Vokal. Nur wenn der Vokal langgesprochen wird, bleibt das ß: Straße, Muße usw.
Am Anfang war es neu, aber das hat sich dann automatisiert und jetzt kommt mir die alte Schreibweise seltsam vor. So wie ich auch den Euro gewöhnt bin und mir der Schilling fremd geworden ist.
Es ist, wie es ist. Wenn jeder schreibt, wie es ihm passt, wird die ganze Sache unleserlich.