Forum - Großmütter, die ihre Enkel betreuen, sind geistig fitter

 
Katerchen

Für die Eltern ist es eine Entlastung, für die meisten Kinder eine schöne Zeit: die, in der die Großeltern sich um die Enkel kümmern. Eine Studie findet nun heraus, dass Großmütter, die das regelmäßig tun, davon womöglich geistig profitieren.

Zeit mit den Enkeln zu verbringen, ist wohl für die meisten Großeltern eine besondere Glücksquelle - und bei Frauen könnte es sogar ihrer geistigen Gesundheit zugutekommen. Großmütter, die in die Kinderbetreuung eingebunden waren, bauten in kognitiven Aufgaben über einen längeren Zeithorizont hinweg weniger stark ab als andere, schreibt ein Forschungsteam von der Universität Tilburg in den Niederlanden. Dieser Zusammenhang konnte nur bei Frauen nachgewiesen werden. (n-tv)

moga67

Es ist eine Win-Win-Situation!
Die Großeltern können sich einbringen und haben trotzdem nicht die entgültige Verantwortung, sie bleiben geistig und körperlich fitter.
Die Enkelkinder erfahren Zuneigung, Spaß und lernen Rücksichtnahme und Zusammenhalt.
Die Eltern haben Unterstützung und wissen die Kinder in liebervoller Umgebung.

Billie-Blue

Ist diese Studie aus den 1950er Jahren? 

Die Studie sehe ich sehr zwiegespalten. Natürlich ist man froh, wenn Oma und Opa mal auf die Kinder aufpassen.

Aber: die meisteneGroßmütter heutzutags sind mitten im Berufsleben und brauchen danach die Freizeit zum Ausspannen und gehen gerne ihren Interessen nach.

 So sehr ich das Mutter Sein genossen habe , aber ich hätte keine Lust, jetzt noch einmal von vorne anzufangen und wieder für Kinder regelmäßig da zu sein. So sehen das viele in meinem Alter und auch Ältere, die schon Enkel haben. Man hat doch eh genug lange zurückgesteckt, jetzt genieße ich es, wieder Zeit für mich zu haben.

Und alten Omas, die schon etwas für die geistige Fitness tun müssen, kann man ein kleines Kind eher nicht mehr anvertrauen.

 

moga67

 

Billie-Blue das stimmt - viele Großeltern stehen noch mitten im Berufsleben. Trotzdem gibt es viele engagiert Omas und Opas. Sehe viele Beispiele in meinem Bekanntenkreis,da gibt es dann fixe Omatage, die mit der Firma abgesprochen sind.

Ich sehe es nicht als zurückgestecken sondern als eine Win-Win-Situation und wenn Kindern nicht in jungen Jahren auf Oma/Opa zählen können, werden sie als Teenager auf sie pfeifen.


Silviatempelmayr

Das kann ich mir sehr gut vorstellen. Die Kleinen halten einen doch ganz schön auf Trab, geistig wie auch körperlich. 

Billie-Blue

moga67, jeder und jede wie sie möchte. 

Ich genieße jetzt, nach langen Jahren, wo ich mch sehr viel selbst um meine Kinder gekümmert habe ( meine Mutter war auch noch berufstätig und hätte sich keine Omazeit nehmen können) , dass ich mal wieder frei über meine Zeit verfügen kann. Zum Glück dauert es  wahrschewinlich noch,  bis ich möglicherweise Oma werde.  Fände es zwar sogar jetzt schon nett, aber hoffe, dass sich dann die zweite Oma geistig fit halten möchte

littlePanda

Was ist eigentlich mit den Großvätern? Spielen die keine Rolle? Ich kenne einige Großväter, die sich mit mehr Begeisterung um die Enkel kümmern, als früher um ihre Kinder

Billie-Blue

Mir fällt  ein Beispiel aus meinem Umfeld ein, bezüglich Danbarkeit der Kinder und Enkel. Eine Oma aus der Nachbarschaft hat sich jahrelang täglcih um ihre zwei Enkel gekümmert, hat mit ihnen gelernt, gekocht, sie zur Schule gebracht, abgeholt , bis sie körperlich eh schon schlecht beisammen war. Nun, da die Kinder erwachsen sind, wurde sie ins Heim abgeschoben, obwohl das sehr begüterte Leute sind, die sich locker eine 24 Stunden Pflege zuhause leisten könnten. Man hat aber schon die ganzen Jahre über gemerkt, dass die gute Frau von Kindern und Enkeln ausgenützt wurde.

Billie-Blue

little Panda, es wurden auch Großväter in dieser Studie untersucht. Jedenfalls konnte bei den Großvätern ein viel geringerer Effekt nachgewiesen werden. 

Die Studie hat zumindest einen Schwachpunkt: Es wurde zwar ein statistischer Zusammenhang zwischen geistiger Fitness und sich um Enkelkinder kümmern nachgewiesen. Jedoch kann man dieses Ergebnis auch umgekehrt interpretieren: Nämlich das Großeltern,d ie geistig noch fitter sind , sich auch mehr um Enkel kümmern. 

Auch macht es laut der Studie keinen Unterschied, in welchem zeitlichen  Ausmaß man etwas mit den Enkeln unternimmt.

Enkel zu haben und mit diesen etwas zu unternehmen, ist sicher schön aber man sollte die eigenen Kinder nicht zu den Omas abschieben. Früher waren viele Hausfrauen oder gingen mit 55 in Pension, heute müssen Frauen bis 65 arbeiten, um ihre Pension sansprüche nicht zu minimieren. Da bleibt man ohnehin fit.

Pesu07

Das kenne ich auch von einigen meinen Kollegen: Zuerst sind sie froh, wenn Großeltern auf die Enkelkinder aufpassen und div. Taxidienste u.ä. übernehmen. Aber wehe, es geht mal zeitlich oder auch gesundheitlich nicht, dann wird gemeckert.

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