Viele Menschen haben Angst vor Glutamat, denn es wurde in der Vergangenheit mit verschiedenen schweren Erkrankungen in Verbindung gebracht. Eindeutig bewiesen sind krankmachende Effekte jedoch nicht.
Studien haben Hinweise geliefert, dass Störungen im endogenen, also vom Körper selbst betriebenen, Glutamatstoffwechsel mit Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson oder amyotrophischer Lateralsklerose (ALS) in Verbindung gebracht werden können.
Das ist nicht ganz abwegig, denn Glutamat ist ein wichtiger Botenstoff im Gehirn und dort sehr aktiv. Wichtig ist aber: Das endogene Glutamat ist das Problem, nicht das exogene, das wir mit der Nahrung aufnehmen. Letzteres kann nämlich üblicherweise nicht die Blut-Hirn-Schranke passieren, die die Umgebung unseres Gehirns vom Rest des Körpers trennt und schützt. Diese Pforte öffnet sich nicht einfach so, dazu braucht es schon plötzliche Blutdruckanstiege, epileptische Anfälle oder Schlaganfälle.
Keine Krebsgefahr bei üblichen Mengen
Ebenfalls wurde vermutet, dass Glutamat krebserregend ist. Forscher aus den USA hatten in einer Untersuchung festgestellt, dass besonders aggressive Prostata-Tumore einhergingen mit hohen Glutamat-Konzentrationen im Blut sowie mehr Glutamat-Rezeptoren auf dem Tumorgewebe.
Weil damit noch nicht klar ist, ob Glutamat die Tumore auch verursacht, prüfte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit den Stoff vor wenigen Jahren erneut. Ergebnis: Glutamat ist in den üblichen Mengen, die wir täglich verzehren, nicht gefährlich.
Ein kleiner Ausschnitt aus Quarks
Ich kaufe ja öfters beim Asiaten ein, weil die frisches Zitronengras und Galgant und Algenblätter usw. haben. Was mir auffällt sind die Kilopakete mit Glutamat. Offenbar wird das wirklich in "normalen" Haushalten verwendet? Hat jemand von Euch da Einblick?