Forum - Gegen die Abschiebung von Lehrlingen

 
snakeeleven

Gesundheitsminister Rudolf Anschober  will sich dafür einsetzen, dass abgelehnte Asylwerber, die jetzt ihre Lehre in Österreich abschließen, nicht gleich darauf abgeschoben werden.

Diese jungen Leute, die bei uns eine Lehre abgeschlossen haben, können und sollen jetzt ihr Wissen in ihrem eigenen Land einbringen und dort zum Wiederaufbau beitragen.

Die fertig ausgebildeten Lehlinge werden doch zu Hause für den Wiederaufbau gebraucht und können ihr Wissen an andere weitergeben.

schlucki2

Nur mit Lehre glaub ich nicht, das man viel weitergeben kann. Es gehört auch Praxis dazu.

DIELiz

ja snakeeleven. In vielen Ländern und deren Dörfern sind die Wörter Schule, Ausbildung, Lehre nicht im Wortschatz enthalten.

Ich kenne bisher keinen Asylwerber bzw. Familie, die nach erfolgreichem Fussfassen in Österreich, nicht ihre anderen Angehörigen nachkommen lassen. Die Geschwister könnten je nach Alter etwas mehr Bildung abgekommen haben. Doch schon bei den Eltern und vor allem bei den Grosseltern nutzt auch ein Deutschkurs oft nichts, weil jegliche Vorbildung (lesen...) fehlt. Vor allen Dingen ist mir das bei Afghanen aufgefallen.

Beispiel: Papa machte Geschäfte mit den Russen, hat dann "Taliban" Probleme bekommen. Ein intelligenter Mann, der auch seine 4 jüngsten Kinder (Buben 8 -15 Jahre alt) in Afghanistan hat ausbilden lassen. Wichtig waren Deutsch und Englischkurse, Papa & Mama konnten gut russisch.  Die Familie lebte in einer Stadt. Doch die Eltern von Papa konnten weder lesen noch schreiben

Da ist eine europäische Lehre in der Heimat Platin & Brillianten veredelt wert. Selbst die Amis freuen sich über Handwerker aus Europa sehr.

Doch, zu meinem Erstaunen will keiner der mir bekannten Asylwerber zurück in die Heimat.

Ich kenne zwei Familien aus dem Kosovo, die waren während des Krieges auf Asyl in Deutschland. Haben dann den Kindern die nötigen Operationen/ medizinische Hilfe angedeien lassen. Alle Kinder lernten sehr gut deutsch. Dann machte die BRD das Angebot von mindestens 5000,- für jeden Rückkehrer und die Familie ging zurück. Hatten Glück und konnten  Häuser in Prestina bauen. Mit überwiegend eigenen Händen. Das in Deutschland gelernte knowhow als Bau-Hilfsarbeiter reichte aus

Mittlerweile sind die Kinder in Österreich (studieren) und jeder denkt sie seien Deutsche wegen ihrem Akzent

Goldioma

Ein Afghane mit Ausbildung zum Trachtenschneider,....... was soll der in seiner Heimat mit seinem Beruf anfangen? Habe in Afghanistan nie jemanden in einer Tracht gesehen!

hexy235

Ich verstehe das Problem auch nicht. Sie haben eine Lehre begonnen, trotz negativem Asylbescheid. Jetzt sind sie ausgelernt und dann müssen sie nach Hause.

Raggiodisole

 Goldioma, sei ned so streng, immerhin hat er nähen gelernt und das kann man sicher auch in Afghanistan brauchen...

ich war zwar noch nie dort, aber ich kann mir vorstellen, dass es in den verschiedenen Regionen  auch verschiedenen Trachten gibt, afghanische Tracht halt*ggg*

hobbykoch

Die fertig ausgebildeten Lehrlinge in Mangelberufen werden aber auch dringend in Österreich gebraucht. Trotz drohender Wirtschaftskrise gibt es z.B. immer noch nicht genug österreichische Jugendliche, die eine Lehre als Koch machen wollen. Ich weiß von einigen Restaurant- oder Hotelbesitzern, die erbittert darum kämpfen, dass ihre Lehrlinge trotz negativem Asylbescheid in Österreich bleiben dürfen. Abgesehen davon, dass sie die selber und daher gut ausgebildeten Arbeitskräfte brauchen, hat sie als Lehrherr die Ausbildung ja auch etwas gekostet.

 

moga67

Mich stört an dieser Diskussion oft, das eben diese Lehrlinge die arbeiten und sich integrieren, abgeschoben werden.
Sie haben hier, auch auf Kosten der österreichischen Steuerzahler ein Ausbildung bekommen und  müssen dann nach "Hause"
Wo sie aber nicht bleiben möchten - sie werden sich wieder auf dem Weg machen und in einem anderen Land ihr Wissen dann auch nützen können. Warum dürfen sie nicht bleiben und die, die Straftaten  verübt haben, werden oft ewig nicht abgeschoben!

Billie-Blue

Ich verstehe auch nicht, warum man junge Leute, die sich gut integrieren und eine Ausbildung abschließen abschiebt und kriminelle Leute bleiben ewig da.

Abgeschoben gehören die nationalistischen  Erdogananhänger und andere - oft vom Balkan -  die es in großer Anzahl gibt, die nichts arbeiten, alle Beihilfen ausschöpfen und mit fragwürdigen Geschäften ihr Luxusleben finanzieren. Diese Personen trifft man in Wien mittlerweile oft und die machen mir irgendwie Sorge, weil die stark vernetzt sind, die geben sich arrogant und machtbewusst, keiner kontrolliert die offensichtlich. Hat man Angst vor denen?

 

Pesu07

Viele werden in Berufen ausgebildet, wo sich kaum österr. Lehrlinge finden. Die Lehrlingsausbildung kostet dem Betrieb viel Geld, und sie hoffen natürlich, dass sie die ausgebildeten Jugendlichen übernehmen können.