Ein interessanter Bericht. Wenn es vielleicht einmal ein Medikament dafür gibt, sollte jedoch jeder Betroffene eine gesunde Ernährung anstreben und diese mit Bewegung unterstützen.
Forum - Fettzellen „erinnern“ sich an Übergewicht
Diese Erkenntnis ist aber nicht neu und wurde auf der Uni Wien schon vor 30 Jahren in einem Seminar zu Essstörungen so gelehrt. Das ist auch einer der Gründe, warum schlanke Menschen, die nie übergewichtig gewesen sind , sorglos essen können, ohne sofort zuzunehmen. Schlanke Personen, die schon einmal übergewichtig waren, müssen ständig aufpassen, da der Körper wieder zu seinem Ursprungsgewicht zurückkehren möchte.
Jeder hat auch ein angeborenes Gewicht, zu welchem der Körper immer wieder zurückpendeln möchte. Deshalb bleiben manche schlank, auch wenn sie viel essen und andere werden molliger, wenn sie vergleichsweise weniger essen. Dieses angeborene Gewicht kann nach oben verschoben werden, wenn jemand extrem viel zu sich nimmt und übergewichtig wird.
Fazit: Man sollte nie übergewichtig werden, denn die Zellen merken sich das und es wird danach schwieriger , nach einer Gewichtsreduktion das Gewicht zu halten.
Wenn ein dünnes Kind von den Eltern übermäßig gefüttert wird, kann es durchaus schlank bleiben. Die Zellen merken sich jedoch auch das und kann im Erwachsenenalter dazu beitragen, dass jemand schneller übergewichtig wird.
Ich bin in der glücklichen Lage, daß ich essen kann was ich will und nehme nicht zu.
Ich esse sehr gerne und nicht zu wenig und kann es genießen.
Da sich die Fettzellen an das Übergewicht erinnern, könnte es ja durchaus sein dass sie sich an die Hungerjahre auch erinnern.
Genau genommen ist es ja so: Die Fettzellen entstehen erst, wenn man fett wird
. In Hungerjahren hat man keine Fettzellen, die sich später ans Hungern erinnern könnten.
Wird man dann fett, entstehen die Fettzellen, je fetter man wird, umso mehr Fettzellen entstehen.
Nimmt man nun wieder ab, bleiben die Fettzellen leider bestehen, sie gehen leider nicht mehr weg. sie leeren sich nur. Und haben danach immer wieder das Bestreben, sich wieder zu füllen. Das meint man mit "Erinnern" . Die Fettzellen schicken Impulse ans Gehirn, dass sie gefüttert werden wollen. Und das löst Hunger aus . Die Folge ist der JoJo Effekt.
Deshalb haben Übergewichtige auch mehr Hunger, denn die vielen Fettzellen wollen genährt werden.
Das ist auch das Problem bei dicken Kindern. Diese bilden schon in der Kindheit viele Fettzellen, die dann später bestehen bleiben und sich immer wieder füllen wollen.
Es heißt nun mal einmal dick, immer dick.
Die Fettzellen sind in Lauerstellung und wollen genährt werden, der bekannte Yo Yo Effekt schlägt zu.
Nur sehr disziplinierte Menschen, die einmal dick waren, schaffen es normalgewichtig zu bleiben.
Fettzellen entwickeln sich schon im Mutterleib und in der Kindheit. Nach der Pubertät entstehen keine neuen Fettzellen mehr. Je nach Statur/Ernährung sind die Fettzellen also entweder klein oder größer. Übergewichtige haben nicht mehr Fettzellen als Normalgewichtige.
Fettleibigkeit und Übergewicht führen zu Veränderungen im Kern von Fettzellen. Die Zellen „erinnern“ sich dadurch an ihren übergewichtigen Zustand und lassen sich auch nach einem Gewichtsverlust leichter wieder in ihn zurückversetzen. Forscherinnen und Forscher vermuten, damit die molekulare Basis für den bekannten Jo-Jo-Effekt gefunden zu haben.
Eine weitere Frage für künftige Studien ist auch, wie lange die epigenetischen Markierungen bestehen bleiben – also wie lange sich die Fettzellen an das Übergewicht erinnern. Theoretisch sei es möglich, dass ein gesunder Lebensstil das Zellgedächtnis nach und nach wieder zurückbildet, allerdings könnte es auch sein, dass die Zellen erst komplett ersetzt werden müssen, bevor die Erinnerung an das Übergewicht verloren geht. Fettzellen sind langlebige Zellen. Sie werden im Schnitt zehn Jahre alt, bevor unser Körper sie durch neue Zellen ersetzt.
Derzeit ist es zwar noch nicht möglich, die epigenetischen Markierungen im Zellkern mit Medikamenten zu verändern und damit das Zellgedächtnis zu löschen – ein dementsprechender Ansatz sei in Zukunft aber nicht undenkbar, heißt es von Seiten der Forscherinnen und Forscher.(science.orf.at)
Irgendwie unfair. Die Zellen haben ein „Langzeitgedächtnis“ und ich selbst vergesse relativ schnell irgendwelche Namen von Leuten. Könnte das nicht andersherum sein?