Er ist der Liebling von Alt und Jung – sorgt aber auch für Kontroversen. Der aus Polen eingetrabte Elch „Emil“ sammelt durch viral gehende Standort-Fotopostings im Internet Follower am laufenden Band. Die stets aktuellen Standortinfos sorgten aber auch für zahlreiche verärgerte Postings: Denn viele wollten am Sonntag „Elch schaun“ und gefährdeten sich, andere und auch das irritierte Tier selbst. „Emil“ versuchte schließlich, über die Auffahrt Korneuburg Ost als „Geistertraber“ dem Trubel zu entwischen.
Aufgescheucht und panisch: Schneller Trab in Richtung A22
An der Abfahrt Korneuburg Ost angekommen, sah er schließlich einen „Ausweg“: ab als „Geistertraber“ auf die Autobahn. Doch dass ihm dort kein Auto entgegenkam, lag an der Taktik der Polizei. Mit drei Einsatzfahrzeugen blockierte man die Auffahrt. Jetzt passierte das, was man eigentlich vermeiden wollte: Der eingeschüchterte „Emil“ drehte um und entschwand seinen Aufpassern zwischen den Büschen in Richtung Wien-Floridsdorf.
gelesen in der Krone

Nun wurde Emil – es handelt sich mit großer Wahrscheinlichkeit um dasselbe Tier – in Tuttendörfl im Bezirk Korneuburg entdeckt. In der beschaulichen Gemeinde an der Donau wurde er nahe dem Golfplatz von der Polizei verfolgt, wie der „Krone“ zugespielte Aufnahmen belegen. Die Exekutive erklärte, der Einsatz erfolgte lediglich „zur Sicherung“.
Zuletzt wurden in Großkrut und Wilfersdorf im Bezirk Mistelbach erspäht. Letzterer Ort ist etwa 40 Kilometer Luftlinie entfernt von Tuttendörfl.
Erst vor wenigen Jahren gab es schon einmal eine Elch-Sichtung im Weinviertel – dieses Exemplar dürfte sich allerdings nicht so wohlgefühlt haben, wie „Emil“ – denn dieser verschwand wieder so schnell, wie er aufgetaucht war. Jenem Geweihträger, der aktuell durch Niederösterreich streift, dürfte Gefallen an der Region gefunden haben. Bezirksjägermeister Christian Oberenzer vermutete gegenüber der „Krone“, dass er sich gerade ein Revier sucht.
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