Hi Lara1,
Danke für die Artikel fand sie durchaus spannend zu lesen.
Muss zugeben der 2015 Artikel ist ein wenig aus meinem Kompetenzbereich, ich verstehe ihn aber so, als dass er Möglichkeiten in der Interpretation und vor allem von Vorhersagen basierend auf Langzeitdaten zum Thema Eisschicht aufzeigt.
Das ist durchaus interessant - jedoch heben die Autoren und Autorinnen schon deutlich hervor, dass sie das basierend auf herausgepickten (cherry picked) Datenabschnitten machen auf die sie verschiedene Modelle anwenden.
Demnach ist es auch weniger eine Studie als ein Meinungsartikel - deswegen auch als Commemtary gelistet - würdest du daraus ableiten, dass der wissenschaftliche "Konsens", dass die Eisdecke arktisweit und das Eislevel weltweit schrumpft abzulehnen ist?
Vor allem in der Hinsicht, dass der Artikel selbst als Quellen einige Studien anführt die darauf hinweisen, das ein Schrumpfen passiert und man meiner Meinung nach die eigentliche Faktenlage so ein wenig vernachlässigt - basierend auf einem Commentary darüber, dass verschiedene Modelle Daten verschieden repräsentieren eine eher schwache Message.
Der zweite Artikel sagt erstmal eigentlich gar nichts direkt darüber aus ob es Eiszuwachs oder Verlust in den Letzten 20-30 Jahren gab. Nur dass es im betroffenen Bereich in den letzten Jahren durch neue choke points schwierigere Schifffahrt gibt und auch die Nutzbarkeit der Routen sich verkürzt.
Aber sie schreiben in der Discussion genau das dem schnelleren Schmelzen der kanadischen Arktis zu, durch welches dickeres Eis nördlich abschmilzt und in Richtung süden "wandert" und dort choke points schafft. Also eigentlich eine Gegenaussage zu der Annahme dass die Arktis weniger abschmilzt und vielleicht sogar wächst, deswegen fand ich es nicht so ganz passend zu deinem oberen Artikel.
Würde mich über deine Gedanken freuen!
Liebe Grüße
Furz12
Forum - Ein wenig Eis gefällig?
Furz12 KI?
Derzeit ist wieder ein Schwung an "neuen Usern" unterwegs!
Lara1 wieder eine Studie, wo du doch nichts von Studien hältst!
Nö mir war nur fad und hab eigentlich nach Kuchenrezepten gesucht, lg
Furz12, hast du Kuchenrezepte gefunden? Es gibt ja sehr viele Rezepte die sehr gut sind. Einfach und schnell zu backen
Furz12, welches Rezept hast du gefunden?
https://www.gutekueche.at/zitronen-limetten-cheesecake-ohne-backen-rezept-35549
Sowas in der Art will ich machen, Cheesecake aber irgendwie frischer. Über die Scheiben als Topping muss ich aber noch nachdenken, in Echt schauts sicher besser aus als auf dem Bild.
Der Limoncello holt mich ab.
Einstiegskuchen fürs neue Büro, wie das hald so ist :)
Zuletzt bearbeitet von furz12 am 22.07.2024 um 14:11 Uhr
Um mal vom Zitronenkuchen wieder zum eigentlichen Thema zu kommen:
Ich halte mich in dieser Sache lieber für Erkenntnisse und auch bewiesene Ergebnisse: Aufgrund der höheren Temperaturen gab es bereits weniger Meereis am Nordpol: Zwischen 2011 und 2020 war die jährliche durchschnittliche von Eis bedeckte Fläche im arktischen Meer so gering wie seit mindestens 1850 nicht mehr. Im Spätsommer gibt es am Nordpol immer am wenigsten Eis. Im letzten Jahrzehnt war das von Eis bedeckte Gebiet jedoch so klein wie seit mindestens tausend Jahren nicht mehr.
Dass die Antarktis ebenfalls von Eisschmelze betroffen ist, macht auch der erste Teil des sechsten IPCC-Sachstandsberichts des Weltklimarats aus dem Jahr 2021 deutlich: Demnach hat der antarktische Eisschild in den Jahren von 1992 bis 2020 rund 2.670 Milliarden Tonnen an Eis verloren. Damit hat er rund 7,4 Millimeter zum Anstieg des globalen Meeresspiegels beigetragen. Die größten Eisverluste gibt es in der Westantarktis.
Auch Grönland ist von einem Eisschild mit rund 1,8 Millionen Quadratkilometern Fläche bedeckt. Dieser Eispanzer schmilzt ebenfalls - und zwar rasant. Etwa die Hälfte des Eisverlustes in Grönland kommt dadurch zustande, dass Eis an der Oberfläche abschmilzt und abfließt. Die andere Hälfte des Eisverlustes entsteht durch die zunehmende Fließgeschwindigkeit der Gletscher und dem sogenannten Kalben am Meer. Das heißt, dass Eis in großen Stücken von einem Gletscher abbricht und ins Meer fällt. Laut dem sechsten Weltklimabericht hat Grönland in den Jahren 1992 bis 2020 rund 4.890 Milliarden Tonnen an Eis verloren. Dieses Eis vom Festland trägt maßgeblich zum Meeresspiegelanstieg bei: Allein das bereits geschmolzene Eis Grönlands hat den globalen Meeresspiegel schon um rund 13,5 Millimeter ansteigen lassen.
(ardalpha.de)
@furz12: gutes gelingen und lass dir den Kuchen schmecken. 😁
Was sagt das jetzt zur sommerlichen Schiffahrt ?
Dr. Ekaterina Uryupova
@Polar_Katya
Forschung, Arktis/Antarktis, Umwelt- und Polarpolitik, Ozean, Governance, internationale Zusammenarbeit. Leitender Mitarbeiter
@ArcticInstitute
hat die Routen dokumentiert.
Deinem Freund gutes Gelingen, Herr oder Frau Katerchen
Lara, gerade heute am „Tag des Gehirns“ hätte ich dir mehr zugetraut als der Meinung zu sein, mich mittels der Anrede ärgern zu können. 😁🐐
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Seit nunmehr 17 Jahren gibt es keine Reduktion beim arktischen Meereis, nachdem es seit den 1990ern bis zum Jahr 2007 einen Rückgang gegeben hatte. Nun scheint es so, als ob sich die Eisdecke wieder verstärkt und Teile der Arktis sogar den Sommer über längere Zeit vereist bleiben als früher. Dies zeigte bereits die im Jahr 2015 bei Nature veröffentlichte Studie „Influence of internal variability on Arctic sea-ice Trends„.
Eine neu bei Nature veröffentlichte Studie zur Schifffahrt in der kanadischen Nordwestpassage mit dem Titel „Sea ice choke points reduce the length of the shipping season in the Northwest Passage“ zeigt nun auf, dass sich die sommerliche Schifffahrtssaison in der Region sogar noch deutlich verkürzt hat. Die Route durch die East Beaufort Sea produziert demnach immer mehr Eis-Nadelöhre. Damit reduziert sich die schiffbare Zeit von 27 Wochen (also etwa das halbe Jahr) auf nur mehr 13 Wochen – oder etwa ein Vierteljahr. Laut den Wissenschaftlern ist auch keine Trendumkehr erkennbar.