Forum - Das soll ein Superfood sein?

 
Lara1

Die Heidelbeere

Heidelbeeren erfreuen sich an der peruanischen Wüstensonne. Für das flüssige Lebenselixier sorgt die Regierung, die vor Jahren den Fluss Rio Huancabamba aufstaute, einen 20 Kilometer langen Tunnel durch die Berge bohrte und so rund 400.000.000 Kubikmeter Wasser jährlich in Richtung Westen zu den Anbaugebieten umleitet. Die Folgen sind dramatisch. Während im Osten der Grundwasserspiegel sank und die Böden versalzten, wird im Westen des Landes Wüstenboden zum Anbau von Heidelbeeren gegossen. Die Anbaugebiete sind mittlerweile so groß, dass sie leicht mit Google Maps gefunden werden können.

Rund 10.000 Kilometer legt das Obst per Schiff zurück, ist damit mehr als 20 Tage unterwegs. Von den europäischen Häfen geht es dann per Zug oder LKW in die jeweiligen Länder, später in die Supermärkte.

Bericht in der Krone

jowi59

Die Folgen von obigem Heidelbeeranbau gibt es auch in Europa.

In Spanien wird so viel Gemüse für Mitteleuropa angebaut. Dabei gibt es dort viel zu wenig Wasser.

hobbykoch

Das klingt so absurd, dass man am liebsten daran zweifeln würde, dass es der Wahrheit entspricht. Noch dazu, wenn man bedenkt, dass zumindest im Sommer geschmacklich wesentlich bessere Heidelbeeren vor unserer Haustür wachsen.

Silviatempelmayr

Ich kaufe keine Heidelbeeren aus Peru. Am liebsten sind mir ja auch die aus dem eigenen Garten. 

moga67

Der Kunde entscheidet mit seinem Kauf, ob dieses Dilemma weitergeht.
Egal ob das Heidelbeeren aus Peru, Tomaten aus Spanien oder Erdäpfel aus Äpypten sind.
Man muss nicht zu jeder Zeit, jedes Obst oder Gemüse zu essen haben.