Suppengewürz selbst herstellen
In wohl jeder Küche kommt es zum Einsatz: Das Suppengewürz! Selbstgemachte Suppenwürze ohne Zusatzstoffe, nur aus frischem Gemüse, Gewürzen und Kräutern, gelingt mit wenigen Schritten, auch in der eigenen Küche. Es kann als getrocknetes Suppenpulver oder als Suppenpaste hergestellt werden. So hat man sein eigenes Suppengewürz zum Würzen von vielen Speisen immer parat.

Was genau ist ein Suppengewürz und wofür wird es verwendet?
Das selbstgemachte Suppengewürz ist eine Mischung aus zerkleinertem Wurzelgemüse, Zwiebel, Knoblauch, Gewürzen und Kräutern.
Diese Suppen-Gewürzmischung wird für viele Speisen zur Verfeinerung des Geschmacks, speziell zum Würzen von Suppen, eingesetzt.
Doch bei vielen ist zuhause das Instantpulver aus dem Supermarkt in Verwendung, das enthält meist Geschmacksverstärker, Aromen und Zucker.
Mit dem richtigen Suppengewürz ohne Zusatzstoffe zu einer einfachen und schnellen klaren Suppe.
Dazu 500 ml Wasser zum Kochen bringen und 2-3 TL Suppengewürz dazugeben, nochmals aufkochen lassen und servieren.
Das selbstgemachte Suppengewürz, kommt speziell zum Würzen für eine kräftige Gemüse-, Hühner- oder Rindersuppe zum Einsatz. Aber auch für viele andere Speisen wie Eintöpfe, Aufläufe oder Saucen wird Suppengewürz verwendet.
Welche Zutaten werden dafür benötigt?

Variante 1: Suppengewürzpulver
Zutaten für ein selbstgemachtes Suppengewürzpulver
- 6 Stk Karotten (mittelgroß, 200 g)
- 200 g Knollensellerie
- 2 Stk Pastinaken oder Petersilienwurzel
- 1 Stange Lauch (200 g)
- 2 Stk Zwiebel (klein)
- 2 Stk Knoblauch
- 1/2 Bund Petersilie (frisch)
- 1/2 Bund Liebstöckel (frisch)
- 1/2 Bund Schnittlauch (frisch)
- 5 Stk Pfefferkörner
- 4 Stk Pimentkörner
- 3 Stk Wacholderbeeren
- 2 Blatt Lorbeer (getrocknet)
Zubereitung:
- Die Zutaten putzen, waschen, trockenschütteln in grobe Stücke schneiden. Dann alle Zutaten in einen Hochleistungsmixer geben und fein pürieren.
- Das pürierte Gemüse gleichmässig und ca. 0,5 cm hoch auf ein mit Backblech belegtes Blech streichen, dann im vorgeheizten Ofen bei 70 °C, Ober- und Unterhitze für ca. 8 Stunden, oder bei 80 °C Heißluft, für ca. 4 Stunden trocknen.
- Danach vom Backpapier lösen, fein zermahlen, das Suppengewürzpulver in ein sauberes und trockenes Glas geben, verschließen und trocken lagern.
Beim Trocknen des Suppenextraktes sollte die Backofentür einen Spalt offen bleiben, damit die Flüssigkeit besser entweichen kann.
Das Gemüse trocknet gleichmäßig von allen Seiten, ein regelmäßiges Durchmischen verhindert zudem das Verbrennen des Gemüses.
Nach der Trocknung kann die Suppenwürze im Mixer zu einem feinen Pulver vermahlen und in einem Schraubdeckelglas (Füllmenge 150 g) aufbewahrt werden.
Nachteil: die Gemüse-Mischung muss lange im Backofen trocknen, das für einen sehr hohen Stromverbrauch sorgt.
Variante 2: Suppengewürzpaste

Zutaten für eine selbstgemachte Suppengewürzpaste
- Zutaten aus Variante 1
- Salz
Zubereitung:
- Auch hier die Zutaten putzen, waschen, trockenschütteln in grobe Stücke schneiden.
- Alle Zutaten bis auf das Salz in einen Hochleistungsmixer geben, fein pürieren, erst danach salzen und verrühren.
- Nun in ein sauberes bzw. sterilisiertes Glas (Füllmenge ca. 220 ml) mit Deckel füllen und fest verschließen.
Mit Salz wird die Suppenbasis fermentiert und so haltbar gemacht. Ein Mischungsverhältnis Gemüse zu Salz von 7:1 ist dabei einzuhalten.
Das bedeutet pro 700 Gramm Gemüse kommen 100 Gramm Salz dazu.
Durch das Fermentieren mit Salz erhöht sich die Haltbarkeitsdauer der Suppenpaste. Sie hält sich im verschlossenen Schraubdeckelglas im Kühlschrank bis zu einem halben Jahr.
Beachtenswertes
Wichtig ist es, das Gemüse zusammen mit den Zwiebeln, dem Knoblauch und den Kräutern im Standmixer oder in der Küchenmaschine fein zu zerkleinern oder zu pürieren, damit sich das Aroma der Zutaten gut entfaltet.
Zutaten, die nicht ins Suppengewürz sollten, ist wässriges Gemüse, wie zB: Tomaten, Paprika, Gurken und Chilis.
Wissenswertes

Selbstgemachtes Suppenextrakt enthält weder Zucker noch Geschmacksverstärker. Der Eigengeschmack der Zutaten kommt daher bestens zur Geltung.
Gleichzeitig ist diese Art der Konservierung ideal für die Darmgesundheit.
Fermentiertes Gemüse harmonisiert die Darmflora, wodurch sich das allgemeine Wohlbefinden erhöht. Eine intakte Darmflora beugt Mangelerscheinungen vor und regt die Funktion des Immunsystems an. Sogar das Risiko einer Erkrankung an Darmkrebs kann sinken.
Ein Suppenextrakt kann alternativ auch rein aus Kräutern (Petersilie, Schnittlauch, Maggikraut und Dill) hergestellt werden.
Auch Basilikum, Estragon, Thymian und Bärlauch geben der Suppe ein würziges Aroma.
Bei einer gesundheitsbedingten salzarmen Kost empfiehlt sich die Herstellung der Würzmischung für die Suppe ohne Salz.
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Schritt für Schitt zum Suppengewürz: Suppengewürz selbstgemacht
Weitere Rezepte
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Fazit

Suppenextrakt oder gekörnte Gemüsebrühe selbst herzustellen lohnt sich, wenn man eine Basis für eine köstliche Suppe aus gesunden Zutaten haben möchte.
Die Auswahl der Gemüse und Kräuter trifft jeder frei nach seinem eignen Geschmack.
Mit Salz fermentiert, entfaltet die Würzmischung für die Suppe eine harmonisierende Wirkung für die Darmflora.
Die Suppenwürzmischung ist im Schraubdeckelglas oder pulverisiert in jedem verschließbaren Gefäß mindestens ein halbes Jahr oder länger haltbar.
So ein kleines Einmachglas oder Schraubglas mit selbst gemachtem Suppengewürz eignet sich übrigens auch immer gut als Geschenk.
Im Vergleich zu frischem Suppengrün besitzt es eine sehr hohe Geschmacksintensität.
Das Extrakt oder die Kräutermischung gibt einer heißen Gemüse-, Hühner- oder Rindersuppe die richtige Würze.
Wird sie einfach mit heißem Wasser aufgegossen, ergibt es eine gute Grundlage für eine feine Suppe.