Die Suche nach dem perfekten Schnappschuss ist einen südkoreanischen Kampfjetpiloten teuer zu stehen gekommen: Weil sein Versuch, spektakuläre Aufnahmen von sich in der Luft zu bekommen, zu einem Zusammenstoß mit einem anderen Flugzeug führte, muss er eine Strafe von 88 Millionen südkoreanischen Won zahlen, umgerechnet mehr als 50.000 Euro.

Dem gestrigen Bericht eines Ausschusses zufolge hatte der Mann den Piloten des anderen Flugzeugs und noch einen Kollegen gebeten, ihn bei seinem letzten Flug vor einer Versetzung mit ihren Handys aufzunehmen.

Bei Manöver verschätzt
Bei einer Geschwindigkeit von fast 580 km/h zog er dann seinen Jet auf die Seite und näherte sich dem anderen Flugzeug. Dabei verschätzte er sich und berührte mit dem Leitwerk seines Hecks die Tragfläche des Kollegen. Der Zusammenstoß ging glimpflich aus, der Schaden an den Maschinen betrug umgerechnet aber mehr als eine halbe Million Euro.

Nun wurde die Strafe nach Beschwerde des Piloten auf ein Zehntel reduziert. Begründet wurde das damit, dass der Pilot seit 2010 Flugzeuge sicher lenkte und dass auch andere Piloten vor ihm schon Aufnahmen im Flug machten.

orf.at/stories/3427653/

Die Begründung für die Reduktion der Strafe ist zum Teil schon ein bißchen skurril.  Bei der Begründung "Weil es andere auch schon machten" müßten so einige Strafen reduziert werden.

Aber daran kann man  sehen, daß auch eine Topausbildung nicht vor dummen Ideen schützen kann.