Forum - Urlaub statt Krankenstand in der Gastronomie

 
Billie-Blue

Eine höchst eigenwillige Forderung hat Stefan Sternard, Kärntner Fachgruppenobmann der Gastronomie in der Wirtschaftskammer.

Er meint, die Kurzzeitkrankenstände würden die Arbeitgeber zu sehr belasten. Deshalb sollen sich die Mitarbeiter für Krankenstände bis zu 3 Tagen Urlaub  oder Zeitausgleich nehmen. Ab dem 4. Tag soll dann statt dem Arbeitgeber der Sozialversicherungsträger zur Kassa gebeten werden.

Man kann damit rechnen, dass die Leute dann noch mehr krank zur Arbeit gehen

Eine Absage kam umgehend von der AK: Gerade in der Gastro, wo Hygiene das Um und Auf ist, ist so ein Vorschlag ein Wahnsinn.

Aber dann Jammern, wenn es kein Personal gibt

snakeeleven

Mit dieser Forderung vertreibt er die Arbeitssuchenden

Katerchen

Da werden sich alle Beschäftigten in der Gastro-Branche bestimmt sehr freuen.

Das fällt bestimmt leichter wenn man Obmann ist und eh kaum was leisten muss. Vielleicht ist der „Fachgruppenobmann“ ein Anhänger von Selbstbedienungsrestaurants?

moga67

Generell finde ich diese Forderung als eine Frechheit.
Nicht nur das die Kranken dann auch den Rest der Belegschaft anstecken können, ist der Urlaub zur Erholung da und nicht um Krankheiten auszukurieren.

littlePanda

Mit dieser Forderung (die kommt ja auch aus anderen Branchen) wird sich der Fachkräftemangel sicherlich noch weiter verschärfen. 

Wobei ich aber durchaus dafür wäre, Blaumacher irgendwie zu belangen, denn sie schaden ja auch den Kollegen, die dadurch mehr arbeiten müssen.

Pesu07

Zeitausgleich können sich viele in der Gastro nicht nehmen, da keine Stunden geschrieben werden.  Ich fasse das erst einmal als besonders lustigen Kärntner Witz auf.