Keiner sagt, dass alle Russen böse sind. Putin ist derjenige der in einem fremden Land Krieg führt. Er und ein paar andere tragen die alleinige Verantwortung für diesen unnötigen Krieg. Die russiche Bevölkerung ist selbst Opfer.
Dass im Krieg dann auf allen Seiten unschöne Dinge passieren, ist leider immer in Kriegen der Fall. Im Krieg sinkt bei allen die Moral.
Das gängige Narrativ lautet: Die Russen sind die Bösen, die Ukrainer die Guten. Doch dass es überall Grauzonen gibt, geht im Propagandagetöse unter. Ein UN-Bericht gibt ein Beispiel vor.
Immer wieder behauptet die ukrainische Seite, dass die russischen Truppen zivile Ziele ins Visier nehmen. Moskau weist dann oftmals darauf hin, dass die ukrainischen Truppen bevorzugt zivile Objekte mit “menschlichen Schutzschilden” benutzen, um von dort aus auf die russischen Soldaten zu feuern. Ein Vorwurf, der sich im Gewirr der Kriegspropaganda immer wieder verliert, weil es kaum unabhängige Untersuchungen zu solchen Vorfällen gibt. So auch im Falle eines Angriffes auf ein Pflegeheim in einem Dorf in der Oblast Luhansk am 11. März dieses Jahres.
Dem Bericht zufolge waren Soldaten der ukrainischen Streitkräfte am 7. März in das Pflegeheim in Stara Krasnianka eingedrungen, weil der Ort “aufgrund seiner Nähe zu einer wichtigen Straße von strategischem Wert” sei. In dem Bericht heißt es, dass am Morgen des 11. März Soldaten russischer Gruppen “das Pflegeheim mit schweren Waffen angriffen, während sich Patienten und Personal noch darin befanden”. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich 71 Patienten mit Behinderungen und 15 Mitarbeiter sowie ukrainische Soldaten in dem Pflegeheim, das keinen Zugang zu Wasser und Strom hatte.
“Während der Kämpfe brach ein Feuer aus und breitete sich auf das Pflegeheim aus”, heißt es in dem Bericht über den Angriff vom 11. März. “Einige Mitarbeiter und Patienten flohen aus dem Pflegeheim und liefen in den Wald, bis sie fünf Kilometer entfernt von bewaffneten Gruppen, die mit Russland verbunden sind, gefunden wurden, die ihnen Hilfe leisteten. Verschiedenen Berichten zufolge überlebten mindestens 22 Patienten den Angriff, die genaue Zahl der Getöteten bleibt jedoch unbekannt.”