Das es nicht einfach ist/wäre ist ganz klar. Aber ich würde meinen Kindern keine Steine in den Weg legen, wenn es für sie passt, sondern ihnen eher zureden. Ich selbst würde mich nicht mehr so gerne umpflanzen, sehe auch keinen Anlass dazu. Sollte die Arbeit weniger werden, würden wir uns mehr dem Garten und der Selbstversorgung widmen.
Forum - übersiedeln des Job's wegen?
Wenn jemand gerne umsiedelt und woanders leben und arbeiten will, wird ihm keiner Steine in den Weg legen.
Ich finde, es ist keine Frage des Alters. Wenn einer 25 ist und zwei Kinder hat und diese im Umfeld lassen möchte ( Großeltern, Freunde, Verwandte) , so ist das auch klar. Ein Mensch jünger als 45 braucht nicht dein Verständnis, jeder kann zum Glück über sein Leben und wo er leben möchte selbst entscheiden. Wir leben in einem freien Land.
Eine Freundin wollte immer nach Italien übersiedeln, weil ihr die Sprache und die Italiener
so gefielen, sie ist als Krankenschwester mit 23 Jahren in ein Krankenhaus nach Mailand, hat bald perfekt italienisch gesprochen und mit einem Arzt eine Familie gegründet. = positives Beispiel
Eine Studienkollegin hatte einen Vater, der der Karriere wegen jedes Jahr woanders lebte mitsamt Familie, sie hatten zwar Luxus, aber kaum hatte sie in der Schule Freunde, zogen sie weiter. Sie war ein einsames Kind und leidet noch heute darunter, keine Wurzeln zu haben. = negatives Beispiel
Ich bin vor Jahren von West nach Ost übersiedelt. Jetzt könnte ich es mir absolut nicht mehr vorstellen. Vor Jahren war das aber kein Problem.
@ Billie-Blue ohje, jedes Jahr woanders ist aber auch heftig.
Als Mutter wäre ich mit dem Kind am Hauptwohnsitz geblieben. Gegenseitige Besuche wären mir da für mein Kind angenehmer gewesen. Aber auch bei diesem Thema; jeder wie er möchte.
Ein Mensch jünger als 45 braucht nicht dein Verständnis - das hoffe ich doch sehr, egal ob unter oder über 45!
Deutlicher formuliert: über 45 - da vermute ich einfach ein anders aufgebautes Leben, wie bei einem 22 Jährigen. Bei einem jüngeren Menschen gibt es im Gegensatz zum 45 Jährigen meist noch keine Schulkinder ...
Aber bevor ich über 9 Monate arbeitslos wäre, da würde ICH sicherlich umsiedeln um einen Super-Job innert Ö anzunehmen. Jeder hat andere Beweggründe, die zu erfahren ist sicherlich interessant.
Bin allerdings GEGEN Zwang, auch wenn das AMS die Übersiedlungskosten mitträgt und Zuschüsse geben sollte
Zuletzt bearbeitet von DIELiz am 12.09.2020 um 08:32 Uhr
@DieLiz: Die Mutter ist gerne mitgezogen. Die Familie wohnte ausschließlich in Luxushotelsuiten und sie musste nicht kochen oder aufräumen. Ist aber sicher eine Ausnahme, aber auch das gibt es.
Ich habe in der Verwandtschaft eine Familie, die sind um die 30, haben Jahre ein Haus gesucht und dann renoviert, zwei kleine Kinder, die Großeltern in der Nähe. Die werden wohl nicht arbeitslos werden, weil sie "sichere Jobs" haben. Aber solche Leute ziehen auch in diesem Alter eher nicht um. Das Haus, die Großeltern, der große Freudneskreis, kann ich mir echt schwer vorstellen.
Außerdem ist es ja so, wenn du wegen Arbeitslosigkeit umsiedeln MUSST , was ist wenn du dort bald wieder den Job verlierst? Da kann sich ein junger Mensch dann das Haus Bauen oder Eigentumswohnung Kaufen auf die Pension verschieben. Der kann sich ja dann bis 45 - wie du meinst - gar nichts aufbauen, wenn er immer wieder der Arbeit wegen übersiedeln muss.
Wenn jemand wegen der Karriere umsiedelt, überlegt er vorher gut, ob es sich auszahlt.
ich musste schon immer schmunzeln (lieb!) wenn ich in solche Diskussionen geraten bin
ich kenne solche Erzählungen von meinen Eltern, Onkeln & Tanten. In den achtziger Jahren (ah, neue Themenidee tritt auf
) begann in einigen westeuropäischen Staaten die Einsicht zur Umsiedelung des Jobs wegen.
Auch vor !40 Jahren! mit viel Geschrei einiger arbeitssuchender Menschen. Die Firmen/Konzerne und Arbeitsservicestellen kamen sehr gerne mit Beispielen aus den USA & Kanda, zum Teil Skandinavien. Gerne soll das Foto vom Wohnhaus auf dem LKW gezeigt worden sein, dass zum neuen Wohn- & Arbeitsort, in 890 Km Entfernung, transportiert wurde
in unserem Freundeskreis und in der Familie sind diese Umsiedelungen normal. Daher durften/mussten wir Kinder auch Schulen in anderen Ländern besuchen. Es hat nicht geschadet
Im Gegenteil. In Zeugnissen kam ein Standortwechsel, in gewisse Staaten, SEHR gut an. Hinterkurdistürkyarabimtiefstenkongo war da weniger beliebt als zB. China (heutzutage ein Karriereschub hoch 30). Obwohl damals schon kulturelle Institute, zB das Goetheinstitut, im Ausland viel für die Schulbildung getan haben. Als europäischer Hilfsarbeiter konntest du urschnell für hunderte von Arbeitern der Chef werden und auch Firmen leiten.
Es gab doch meist keine Ausbildungen wie in Westeuropa! Mal ganz ehrlich, bitte nicht bös sein, sogar 2020 ist es in einigen (räusper) Staaten noch so.
Reden wir mal ganz vorsichtig zuerst von einer Wohnort-Veränderung von SÜD nach OST
Würdest du deinem Kind/Enkel zu einer solchen Übersiedelung zusprechen? Wäre es für dich in jüngeren Jahren in Betraht gekommen?
und nun für viele evt der Hammer. Wie schaut es mit einer Übersiedelei in anderssprachige Länder oder sogar Kontinente aus?
Zuletzt bearbeitet von DIELiz am 11.09.2020 um 15:48 Uhr