Forum - Tourismus-Kurse für Ukrainerinnen

 
Katerchen

In Vorarlberg werden ukrainische Flüchtlinge in Grundkenntnissen in Touristik ausgebildet. Ziel ist es, Fachkräfte für diese Branche zu bekommen. Die Nachfrage nach diesem Kurs ist sehr groß – und zwar aus ganz Österreich.

In wenigen Wochen lernen die Kursteilnehmerinnen neben der deutschen Sprache Grundkenntnisse der Küche, des Service oder der Zimmerpflege. In der ersten Kursstaffel werden derzeit 50 Frauen ausgebildet. Die Nachfrage ist so groß, dass bereits drei weitere Kurse geplant sind. Die Anmeldungen dafür kommen aus ganz Österreich. Von den derzeit 50 Teilnehmerinnen haben alle auch schon einen Job nach dem Kurs.

Ich finde es gut, dass diesen Frauen eine Perspektive angeboten wird. Es muss nur darauf geachtet werden, dass nicht die großen Konzerne in der Branche diese Frauen dann als billigen Arbeitskräfteersatz ausnützen. Die ganze Branche leidet unter Arbeitskräftemangel, viele kleinere Betriebe können kaum normal öffnen.

MaryLou

Die glauben doch nicht wirklich daß die Frauen hier bleiben werden? Bis die fertig ausgebildet sind ist der Krieg auch vorbei und sie gehen hoffentlich nach Hause um ihr Land wieder aufzubauen! 

 

moga67

Trotzdem sind die ukrainische Flüchtlinge gewillt zu arbeiten und sich selber etwas dazuzuverdienen. Selbst wenn sie dann wieder nach Hause gehen, sind sie jetzt bereit die Sprache und Kenntnisse zu erwerben, die sie im Job brauchen.

Ich finde das Angebot super und den Willen der Menschen etwas zu arbeiten!

jowi59

In der benachbarten Therme, in der ich eine Jahrekarte habe, hat jetzt ein 18-jähriger Ukrainer als Bademeister angefangen.

Er ist seit ein paar Tagen beim einlernen.

Seine KollegInnen jammern weil er kein Wort deutsch versteht.

Sie müssen alles über ein Übersetzungsprogramm an ihn weitergeben.

Und wenn er eingelernt ist kehrt er wahrscheinlich in die Heimat zurück.

Diese Leute sind nicht gekommen um zu bleiben.

sssumsi

Natürlich können und werden nicht alle bleiben. Aber ich finde es gut und wichtig, dass ihnen solche Möglichkeiten geboten werden. Das ist eine win-win-Situation. Die Tourismusbranche braucht Personal und die Vertriebenen können so ihr eigenes Geld verdienen und sind auch abgelenkt von ihren Sorgen.

Ich weiß nicht wie lange der junge Mann schon in Österreich ist, aber wenn er gewillt ist Deutsch zu lernen wird er es mit Hilfe seiner Kollegen, sofern auch diese sich Mühe geben.

Wir haben seit Ende März drei Ukrainerinnen bei uns untergebracht und können uns schon ganz gut mit ihnen auf Deutsch unterhalten. Sie sind wirklich gewillt die Sprache zu lernen und machen es selbständig, auch mit Hilfe der 13-jährigen, die in der Schule intensiv Deutsch lernt. Sie waren zwar schon bei einer Einstufung des österreichischen Integrationsfonds, haben aber noch kein Kursangebot erhalten.

Pesu07

Ich finde es auf jeden Fall eine gute Initiative, auch wenn nicht alle UkrainerInnen bleiben wollen. Sie wollen arbeiten, Geld verdienen, unabhängig werden und sich integrieren. Von den ewig raunzenden Österreicher kann dann keiner sagen, sie liegen uns auf der Tasche. Man muss nicht jede Initiative von vornherein schlechtreden.

Lara1

Ich finde es seht gut, dass diese Menschen sich integrieren wollen und auch unsere Sprache lernen. Das haben auch sehr viele aus dem ehemaligen Jugoslawien gemacht. Die leben voll anerkannt unter uns.

Jedoch kann man das von vielen anderen, über viele Länder zu uns um Schutz eingereisten nicht sagen. Doch auch da gibt es die rühmlichen Ausnahmen.

Billie-Blue

Man hört von allen Ukrainerinnen, dass sie bald wieder nach hause wollen. Das ist sehr gut zu verstehen, denn auch ich würde, falls ich wegen eines Krieges flüchten müsste, trotzdem schnell wieder zurück nach hause wollen. Das kann man nun wirklich niemandem vorwerfen. Andererseits sind die Hoffnungen der Flüchtlinge - wenn auch verständlich- aber doch etwas  unrealistisch, da der Krieg leider noch sehr lange dauern kann und deshalb macht jede Ausbildung und das Erlernen der Sprache in jedem Fall Sinn. Auch wenn viele wieder zurück in die Ukraine gehen.

 

 

 

Silviatempelmayr

Das hört sich ja gut an, aber wenn die Flüchtlinge wieder zurück in ihre Heimat können haben wir wieder keine Arbeitskräfte.