Forum - Tag der Schachtelsätze

 
Silviatempelmayr

Heute ist Tag der Schachtelsätze. Mein Mann schafft es immer unendlich lange Sätze zu machen. Da weiß man am Ende nicht mehr wovon am Anfang die Rede war. 

Maarja

Schachtelsätze sind nicht etwa Sätze, die in Schachteln aufbewahrt werden, wie man meinen könnte, wenn man das Wort liest, ohne genauere Kenntnis zu haben und auch ohne sich damit wirklich zu befassen, was man sollte, bevor man hierzu etwas, das einigermaßen sinnvoll ist, zu schreiben versucht, nein, gemeint ist damit, dass die Sätze, die meistens, aber nicht immer, sehr lang sind, aus mehreren Satzteilen bestehen, wobei der ganze Satz insgesamt schon einen Sinn zumindest zu haben vorgeben sollte. 

Zuletzt bearbeitet von Maarja am 25.02.2022 um 20:43 Uhr

Petersilienschnecke

💐 dein Internetfund (bei mir:business-schreibkurse.de) ist kürzer als der meine.

 

Ätsch  

 

Ein Schachtelsatz ist, sofern man das Wort in der üblichen Weise interpretiert, wobei allerdings nicht klar ist, wie man es sonst interpretieren könnte, aber der Objektivität halber soll hier eben nicht unerwähnt bleiben, dass es vielleicht auch eine oder sogar mehrere alternative Interpretationen dieses Wortes geben könnte, die nicht mit der in diesem Artikel beschriebenen übereinstimmen, da dieser, wie oben erwähnt, nur die übliche Interpretation des Wortes behandelt, ein Satz, also ein sprachlich-grammatikalisches Konstrukt, das mindestens aus einem Subjekt und einem Prädikat, eventuell auch noch einem Objekt, sowie gegebenenfalls, insbesondere, aber nicht nur, bei Schachtelsätzen, um die es in diesem Artikel ja geht, noch weiteren Satzteilen wie Relativsätzen, Konditionalsätzen und anderen Nebensätzen, deren vollständige Aufzählung, die natürlich prinzipiell möglich wäre, hier zu weit führen würde und daher im Interesse der Kompaktheit dieses Artikels, also desjenigen, den Sie gerade lesen, und der den Begriff des Schachtelsatzes beschreibt, unterlassen wird, besteht, der, wie der Name "Schachtelsatz" ja bereits sagt, aus vielen verschachtelten grammatikalischen Konstruktionen wie Nebensätzen, die ja weiter oben schon behandelt wurden, wenngleich nicht sonderlich ausführlich, da das Thema dieses Artikels ja nicht Nebensätze, sondern Schachtelsätze sind, für die natürlich Nebensätze relevant sind, sonst wären sie ja hier nicht erwähnt worden, aber nicht deren genaue Art, sondern eben nur deren Zahl und insbesondere Verschachtelung, den immer wieder beliebten, insbesondere in der deutschen Sprache aufgrund der durch die in diesem Fall selbstverständlich anzuwendenden deutschen Grammatik vorgeschriebenen Nichtverwendung von Kommas besonders schwer entschlüsselbaren Partizipialkonstruktionen, sowie eventuell weiterer verschachtelbarer Konstruktionen, von denen mir im Moment konkret keine einfällt, die es aber dennoch im Prinzip geben könnte, besteht, und der aufgrund der exzessiven Anwendung der oben genannten grammatikalischen Konstruktionen, auf deren erneute Aufzählung, da sie bereits weiter oben, wenngleich nicht vollständig, aber doch in hinreichendem Maße erfolgt ist, hier verzichtet werden soll, was nicht bedeutet, dass deren Aufzählung an und für sich nicht sinnvoll wäre, aber an dieser Stelle würde sie den Text eben nur, ohne etwas zum Verständnis, soweit es überhaupt bis hier noch vorhanden ist, beizutragen, verlängern, eine Länge und Kompliziertheit erreicht, die dazu führt, dass, was durchaus bei Menschen, die gerne Schachtelsätze verwenden, was sie bei anderen Menschen, sofern diese nicht ausgesprochene Liebhaber von Schachtelsätzen sind, in der Regel nicht besonders beliebt macht, nicht selten vorkommt, dass diese, wie man so schön im übertragenen Sinne sagt, den Faden verlieren, was übrigens wohl auf die altgriechische Sage von Ariadne-Faden zurückgeht, wie ja so viele Dinge, die uns in der heutigen Zeit begegnen, auf griechische Sagen zurückgehen, oder auch auf sonstige antike Wurzeln, wobei

 

... äh, wo war ich nochmal stehengeblieben?

Maarja

@petersilienschnecke: meins war tatsächlich selbst geschrieben. Nix Internet.

Für Schachtelsätze, die ja, abgesehen von den, oft noch viel sinnloseren Wortanhäufungen, die ja manche Leute mehr lieben als beispielsweise Faschingskrapfen, die mit Marillenmarmelade gefüllt sind, zu meinen leichtesten Übungen gehören, benötige ich ganz sicher kein, erst vor wenigen Jahrzehnten erfundenes und damit wenig, beziehungsweise weniger als meine Wenigkeit geübtes Internet. 

alpenkoch

aber hallo, Maarja,

kürzer, aber Eigenleistung, gratuliere dir (◕ᴗ◕✿)

 

dein Text ist aber auch lang, Schnecke der Petersilie (◠‿◕)

Maarja

Vielen Dank @ ausgleichender und friedensstiftender alpenkoch 🤗 

Petersilienschnecke

hallo Maarja 💐,

wenn ich jetzt "liebe Maarja" schreibe

so ist das ernst gemeint. Genauso wie meine Entschuldigung.

Ich wollte dein Licht nicht unter den Scheffel stellen.

Bitte sieh es als Kompliment an, dass ich garnicht auf die Idee gekommen bin, das du einen so tollen Schachtelsatz gebildet hat.

Ich muß gestehen, ziemlich blöd von mir, sorry

Maarja

Hallo Petersilienschnecke: überhaupt kein Problem 😌 

Katerchen

Wenn ihr Schachtelsätze lesen wollt, dann greift doch zum Buch "Ulysses" von James Joyce. Der schaffte es, fast ein ganzes Buch ohne Interpunktionszeichen zu schreiben.