Forum - Suchaktion wegen einer frei erfundenen Geschichte

 
Billie-Blue

Am vergangenen MIttwoch behaupteten 8-10 Jährige einer Krisen WG, ein Mann in Unterhose sei im südöststeirischen Feldbach am Ufer der Raab auf einem Betonsockel ausgerutscht, auf den Hinterkopf gefallen und abgetrieben worden. Kleidungsstücke am Ufer untermauerten die Behauptung

Damit lösten sie eine große Suchaktion mehrerer Feuerwehren und der Wasserrettung aus. Bis Donnerstag waren ca. 100 Menschen an diesem Großeinsatz beteiligt. Dann verwickelten sich die Burschen immer mehr in Widersprüche und gaben schließlich zu, sich mit dieser frei erfundenen Geschichte einen Scherz mit ihrem Betreuer erlaubt zu haben.

Mir tun die freiwilligen Helfer sehr leid, die im Wasser und am Land stundenlang gesucht haben. Wie frustrierend muss das sein, dass alles völlig sinnlos gewesen ist.

Man wies darauf hin, dass man Kostenersatz einfordert, wenn jemand unnötig so einen Großeinsatz auslöst. Nun werden in dem Fall Untersuchungen in diese Richtung eingeleitet.

 

 

Zuletzt bearbeitet von Billie-Blue am 17.11.2023 um 09:11 Uhr

Katerchen

Diese Kinder wird man kaum bestrafen können, eher eine Aufgabe der Eltern ihnen das Taschengeld zu kürzen oder die Freizeit etwas einzuschränken. Wenn finanzielle Forderungen kommen dann trifft es die Eltern. Da fallen womöglicherweise die Weihnachtsgeschenke sparsamer aus.

In Kärnten hat eine Frau einen Raubüberfall vorgetäuscht. Jetzt, fast vier Monate später, stellte sich heraus, es war alles nur erfunden. Hoffentlich muss sie für die Kosten der Fahndung aufkommen.

Was in Deutschland momentan "Mode" ist sind falsche Bombendrohungen an Schulen. Da würde mich interessieren wie hoch die Einsatzkosten sind. Wenn man die Täter findet dürften die ziemlich tief in den Geldbeutel greifen müssen.

moga67

Auch wenn die Kinder nicht bestraft werden können im rechtlichen Sinn, sollte es dennoch Konsequenzen für diese Tat geben. Flurreinigung z. B. wäre so eine Wiedergutmachung.
Da die Kinder bereits in einer Krisen WG sind, wird es da bereits Gründe geben!

Maarja

War da nicht dieser "Bring-ein-Gerücht-in-Umlauf-Tag? Das haben die beiden wohl kreativ umgesetzt ohne an die Konsequenzen zu denken. Sie werden wohl daraus lernen.

Billie-Blue

Kinder in so einer Krisen WG haben meist schon einiges hinter sich und keine sichere frühe  Kindheit etc. gehabt. 

Abgesehen davon, ob es ein dummer Streich eines KIndes ist, welches die Folgen nicht abschätzen kann oder absichtlich wo ein Bombenalarm ausgelöst wird, man darf sich dann nicht wundern, wenn freiwillige Helfer dadurch ihre Motivation verlieren oder bei einem echten Bombenalarm dann das ganze nicht mehr so ernst genommen wird.

Bei Erwachsenen wäre ich shcon für drastische Strafen, bei Kindern muss man halt eher schauen, wo man da noch etwas ausbügeln kann, dass sie sich trotz einer schwierigen Kindheit noch gut entwickeln können.

Der Betreuer der Kinder tut mir auch leid. Kein einfacher Job.

Maarja

Ich könnte mir vorstellen, dass die freiwilligen Helfer in diesem Fall ganz froh waren, dass es sich schließlich als falscher Alarm herausgestellt hat

jowi59

Die Helfer müssen bei so einer Meldung ausrücken.

Aber von den Kindern wird keine Geldwerte Gutmachung für den Fehlalarm zu erwarten sein.

Gemeinnützige Arbeit wäre wirklich eine gute Idee.

Billie-Blue

Maarja, ja alles hat  auch eine positive Seite. Stimmt, es ist besser, dass keiner zu Schaden gekommen ist. Trotzdem ist der unnötige Einsatz und die Energie und Kraft, die jeder einzelne Helfer aufwenden musste, kein Grund zum froh Sein. Angenommen, kurz darauf passiert wirklich etwas und die Freiwilligen sind körperlich und psychisch bereits von dem unsinnigen Einsatz ausgepowert.

Deshalb sollte man das eindrücklich der Bevölkerung klar machen, dass so etwas ein absolutes Unding  ist, einen Großeinsatz scherzhalber  auszulösen.

Pesu07

Und dieser "Scherz"-Notanruf der Kinder könnte nun ein teures Nachspiel haben - die Polizei prüft eine mögliche Regressforderung an die Eltern. Was den unnötigen Einsatz betrifft, bin ich ganz bei Billie-Blue.