Forum - Stark sinkendes Interesse am Medizinstudium

 
Petersilienschnecke

gehen uns die "Ärzte" aus? ein Landarzt-Problem besteht ja bereits länger

und das wir Ärzte für andere Staaten ausbilden, ist auch nicht neu

gelesen auf aerztezeitung.at

 

Die Aussicht, als Arzt zu arbeiten, scheint weniger attraktiv – das ist ein Trend, vor dem die Österreichische Ärztekammer seit Jahren warnt. „Die Corona-Pandemie hat das Ganze nur noch verstärkt und die Versäumnisse der Jahre davor glasklar aufgezeigt“, resümiert Mayer. „Ausgebrannte und überlastete Ärzte, die sich auch noch verbalen und körperlichen Angriffen ausgesetzt sehen – das ist leider keine Werbung für den Arztberuf. Dazu kommen Arbeitsbedingungen, die anstatt besser immer schlechter zu werden drohen. Es fehlen eine qualitative Ausbildungsoffensive und Ideen für Teilzeitarbeitsmodelle, die der Lebensplanung der Jungen entsprechen. Das alles macht den Arztberuf für unsere Jugend nicht besonders attraktiv.“
Diese Entwicklung kommt zu einem höchst ungünstigen Zeitpunkt: In den kommenden Jahren steht eine Pensionierungswelle in der Ärzteschaft bevor. „Der Nachwuchs braucht jetzt neue Anreize und Gestaltungsmöglichkeiten für eine bessere Work-Life-Balance. Und nicht nur das, wir sollten uns in unserer Gesellschaft schleunigst um eine deutlich bessere Wertschätzung der Arbeit unserer Ärzte bemühen. Denn nur durch deren aufopfernde Leistungsbereitschaft haben wir es während der Pandemie in Österreich geschafft, unsere Gesundheitsversorgung auf Top-Niveau aufrecht zu erhalten.“
Damit das auch in Zukunft gelingt, dafür sei endlich eine vorausschauende und nachhaltige Strategie in der Gesundheitspolitik gefragt. Mayer: „Alle Stakeholder in Österreich, angefangen bei der Politik, sollten gemeinsam schonungslos analysieren, wie man das Arztsein wieder attraktiver machen kann. Blanker Aktionismus ist hier fehl am Platz, wie etwa das reine Erhöhen der Studienplätze.“
Die Bundesregierung hatte im vergangenen Jahr eine Erhöhung der Medizin-Studienplätze bis ins Jahr 2028 durch den Nationalrat geboxt. Dann wird es 2.000 geben, heuer sind es 1.850, noch im Vorjahr waren es 1.740.

„Wenn wir aber gleichzeitig vom Rechnungshof vorgerechnet bekommen, dass rund 31 Prozent der Absolventen an den heimischen Medizin-Unis gar nicht in Österreich den Arztberuf ergreifen und das Interesse weiter sinkt, ist diese Maßnahme in höchstem Maße fragwürdig

 

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auch Ärzte werden immer bequemer

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