Forum - Neue „Staubwüsten“ im winterlichen Hochgebirge

 
jowi59

geunden auf: https://salzburg.orf.at/stories/3296184/

Beim Großvenediger (3.657 m) hat sich in den letzten Tagen eine Art lokaler Sandsturm im winterlichen Hochgebirge ereignet – ein Phänomen, das nicht sehr oft fotografiert werde, sagt der Salzburger Landesgeologe Gerald Valentin. Die große Trockenheit in Kombination mit extrem starken Windböen seien hier die Ursachen – keine Felsstürze und kein Auftauen des Permafrostes.

Woher kommen diese lokalen Stäube? Im Vorland der abschmelzenden Gletscher würden nicht nur blank geschliffene Felsen, sondern auch große Moränen freigelegt, sagt der Wissenschafter: „Dabei handelt es sich um Gesteinsmaterial, das vom Gletscher teils über Hunderte oder Tausende von Jahren transportiert und dabei zerkleinert wurde. Moränen bestehen aus einer Mischung größerer Blöcke, Kies, Sand und sehr feinem Ton.“

Das Umfeld der Gletscher sei kahl, Pflanzen würden hier kaum wachsen. So sei der feine Moränenstaub allen Wetteränderungen ungeschützt ausgesetzt, so Gerald Valentin: "Stürme können das feine Sediment in ihre Luftmassen aufnehmen und – ähnlich wie Saharasand – über weite Strecken oder auch im lokalen Bereich stark verwehen.“

Es muss nicht immer Saharasand sein.

Katerchen

Moränen hat es schon immer gegeben. Nur wurde der feine Staub mit dem Regen abgewaschen und ist als Gletscherbach ins Tal gestürzt. Nicht umsonst sind diese Bäche schneeweiß. Jetzt fehlt der Regen beziehungsweise der Schnee und der Staub sammelt sich an.