Ich mag es einfach nicht, wenn sich jemand anmaßt für alle Österreicher und Österreicherinnen zu sprechen. Nichts was jemand tut oder sagt finden alle anderen gut oder schlecht. Es gibt immer unterschiedliche Meinungen.
Und zu den Trachten: Fasching ist schon vorbei, das haben sie im Außenamt wohl übersehen und waren daher unpassend gekleidet
Heute war Wyshywanka-Tag in der Ukraine – ein Festtag für eine Tracht. Österreichs Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) nutzte den fremden Feiertag für eine Provokation gegen alle Österreicher, die unsere Neutralität für wichtig halten: Die NEOS-Chefin schlüpfte ebenfalls in eine Wyshyanka-Bluse und posierte darin im Außenamt.
Victor Adler, Karl Renner, Leopold Figl, Bruno Kreisky, Alois Mock – sie alle waren geschätzte und kluge Außenminister Österreichs, sie alle würden heute peinlich berührt den Kopf schütteln, wenn sie die Kindereien der aktuellen Noch-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger mit ansehen müssten: Die ohnehin schon nach ihren Steuergeldverteilungs-Aktionen in der Ukraine, in Syrien und Burkina Faso umstrittene NEOS-Politikerin zog sich am heutigen Donnerstag eine ukrainische Wyshywanka-Bluse an und spazierte dann durch ihr Ministerium – auch ihre Mitarbeiter trugen diese ukrainische Tracht, Selfies wurden geschossen.
Offenbar war diese seltsame Aktion als klare Positionierung für eine der beiden Kriegsparteien gedacht – der Republik Österreich soll nun von dieser Außenministerin noch mehr von seiner Neutralität geraubt werden, noch dazu mit Kostüm-Partys wie im Kindergarten.
Nein, Frau Meinl-Reisinger: Die Bundesregierung und ganz speziell auch ihr Ministerium sollten sich noch den letzten Rest an Respekt bewahren, die Ministerien sind keine Bühnen der Eitelkeit, die Amtsräume der Republik sind keine Showtreppe für wirre Wyshywanka-Aktionen.
Ihr Außenministerium, Frau Minister, ist kein Kindergarten.
exxtra24 Richard Schmitt