Die EU hat die meisten Ölimporte aus Russland als Strafe für die Invasion in der Ukraine verboten, doch gerade Indien profitiert davon. Wie ist das möglich?
Mit dem sechsten Sanktionspaket gegen Russland von Anfang Juni hat die EU den russischen Öllieferungen auf dem Seeweg eine Absage erteilt – ein Ölembargo mit Schlupflöchern, heißt es. Denn es bleibt eine vorübergehende Ausnahme: das Pipeline-Rohöl aus Russland.
Deutschland will jedoch von dieser Ausnahme nach Worten von Michael Kellner, dem Staatssekretär im Wirtschaftsministerium von Robert Habeck (Grüne), keinen Gebrauch machen. Das russische Öl muss also weg, auch wenn Berlin und Brandenburg von ihm aktuell zu 95 Prozent abhängig sind.
in weiterer Gewinner des Ölembargos heißt nun: Indien. Denn wegen eines Überflusses auf dem heimischen Markt wird russisches Rohöl international gerade doch etwas billiger gehandelt als das Rohöl aus anderen Ländern. Schon Ende Mai wurde bekannt, dass Indien (wie die Türkei) seine Ölkäufe aus Russland deutlich erhöht hat.
So hat Indien seit dem Kriegsausbruch allein bis Anfang Juni nach Reuters-Angaben rund 62,5 Millionen Barrel russisches Öl gekauft – dreimal so viel wie im gleichen Zeitraum im Jahre 2021. Der russische Anteil an indischen Ölimporten konnte dadurch auf fast 25 Prozent gesteigert werden, zeigt eine Analyse der Marktforschungsfirma Kpler.
Ein Blick auf andere Länder zeigt, dass ein kompletter Verzicht auf russisches Öl in einer eng verflochtenen Weltwirtschaft sowieso kaum möglich ist. Russlands Präsident Wladimir Putin kassiert US-Medien zufolge durch den Verkauf von Gas und Öl wenigstens genauso viel wie früher (auch bei sinkenden Exporten), weil die Preise so gestiegen sind.
Die EU hat die meisten Ölimporte aus Russland als Strafe für die Invasion in der Ukraine verboten, doch gerade Indien profitiert davon. Wie ist das möglich?
Mit dem sechsten Sanktionspaket gegen Russland von Anfang Juni hat die EU den russischen Öllieferungen auf dem Seeweg eine Absage erteilt – ein Ölembargo mit Schlupflöchern, heißt es. Denn es bleibt eine vorübergehende Ausnahme: das Pipeline-Rohöl aus Russland.
Deutschland will jedoch von dieser Ausnahme nach Worten von Michael Kellner, dem Staatssekretär im Wirtschaftsministerium von Robert Habeck (Grüne), keinen Gebrauch machen. Das russische Öl muss also weg, auch wenn Berlin und Brandenburg von ihm aktuell zu 95 Prozent abhängig sind.
in weiterer Gewinner des Ölembargos heißt nun: Indien. Denn wegen eines Überflusses auf dem heimischen Markt wird russisches Rohöl international gerade doch etwas billiger gehandelt als das Rohöl aus anderen Ländern. Schon Ende Mai wurde bekannt, dass Indien (wie die Türkei) seine Ölkäufe aus Russland deutlich erhöht hat.
So hat Indien seit dem Kriegsausbruch allein bis Anfang Juni nach Reuters-Angaben rund 62,5 Millionen Barrel russisches Öl gekauft – dreimal so viel wie im gleichen Zeitraum im Jahre 2021. Der russische Anteil an indischen Ölimporten konnte dadurch auf fast 25 Prozent gesteigert werden, zeigt eine Analyse der Marktforschungsfirma Kpler.
Ein Blick auf andere Länder zeigt, dass ein kompletter Verzicht auf russisches Öl in einer eng verflochtenen Weltwirtschaft sowieso kaum möglich ist. Russlands Präsident Wladimir Putin kassiert US-Medien zufolge durch den Verkauf von Gas und Öl wenigstens genauso viel wie früher (auch bei sinkenden Exporten), weil die Preise so gestiegen sind.
Artikel berliner-zeitung.de