Forum - Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger kritisiert Agrana für Werksschließung

 
snakeeleven

Die Anbaufläche von  26.000 Hektar bringt zu wenig Rübenerträge. Um wirtschaftlich arbeiten zu können, braucht es eine  Anbaufläche von mindestens 38.000 Hektar. 

Wenn zu wenig Zuckerrüben zum verarbeiten da sind , muss eben das Wek geschlossen werden.

Frau Köstinger sollte nicht Agrana kritisieren , sondern sich darum kümmern ,dass ihre Landwirte mehr Zuckerrüben anbauen.

So sehe ich das.

 

Goldioma

Habe ich auch heute in den Morgennachrichten gehört. 

Maisi

Die Landwirte haben aufgehört Zuckerrüben anzubauen, da ein Pflanzenschutzmittel, welches direkt bei der Saat in geringer Menge direkt zum Saatgut gelegt wird, verboten wurde. Somit hat das Saatgut keinen Schutz mehr vor Schädlingen und die Pflanze kann nicht aufgehen. Der Anbau rentiert sich aber nicht, wenn ein Teil des Saatgutes nicht aufgeht.

Somit greifen wir eben wieder zu ausländischen Zucker, wo wir nicht wissen was drin ist und Arbeitsplätze auch noch verloren gehen.Wer hat da eurer Meinung nach Schuld, dass Agrana die Fabrik schließt????

Billie-Blue

Danke für die Info Maisi, auf diesen Zucker mit Pflanzenschutzmittel pfeife ich sowieso. Dann verwende ich lieber ausländischen BIO Zucker, wir leben sowieso in einer EU, deshalb muss so etwas wie Zucker nicht zwingend aus Österreich sein. Tiertransport ist damit keiner verbunden, passt.

Limone

Ich habe das heute gelesen. Bei uns in der Nähe haben sie auch vor über 20 Jahren eine Agrana-Zuckerfabrik geschlossen. Wenn sie da Pflanzenschutzmittel verwenden wollen, dann nehme ich auch keinen Zucker mehr.

DIELiz

die Bauern in unserem Ort habe alle die Zuckerrüben und zum Teil Sonnenblumen aufgegeben.

zuviel Aufwand für zu wenig Gewinn

Viele davon machen jetzt in Weinanbau und alten Getreidesorten

DIELiz

DEUTSCHLAND: Extrem niedrige Zuckerpreise bei steigenden Kosten und Wettbewerbsverzerrungen auf dem EU- und Weltmarkt zu Lasten der deutschen Zuckerwirtschaft machen den Anbau von Zuckerrüben hierzulande für immer weniger Landwirte attraktiv. Die Zahl der Betriebe, die Zuckerrüben anbauen, ist im vergangenen Jahrzehnt um über 20 Prozent geschrumpft und belief sich zuletzt auf gut 25 000.                                  gelesen auf: topagrar.com

AllBlacks

Kann die Agrana verstehen und auch die Bauern, ist im Prinzip ein blöder Kreislauf. Anstatt zu kritisieren sollte man konkrete Maßnahmen treffen um das Überleben der Bauern und Firmen zu ermöglichen.

 

Silviatempelmayr

Aber ob der ausländische Bio Zucker auch unserem Standard gerecht wird wage ich zu bezweifeln. Wir in Österreich haben viel mehr Kontrollen und Auflagen.

Billie-Blue

Ich habe dazu gestern noch die Köstinger gehört und gedacht ich träume. Meinte die allen ernstes, dass aus wissenschaftlicher Sicht nichts dagegen spricht, Pflanzenschutzmittel als Notprogramm zu verwenden. Im selben Beitrag wurde gesagt, dass als Folge des Klimawandels die Zuckerrüben vermehrt von Schädlingen angegriffen werden und der Anbau generell schwieriger wird.

Die Bauern müssen sich dem Klimawandel anpassen und eben umsatteln auf Pflanzen, die das Klima vertragen. Nicht stur weiter anbauen, was immer angebaut wurde ( betrifft ja nicht nur Zuckerrüben) und dann Pflanzenschutzmittel verwenden bzw. Entschädigungen kassieren, obwohl man wusste, die Pflanzen brauchen ein anderes Klima.

Wenn unsere Landwirtschaftsministerin solche Methoden propagiert, ist das das Ende von "regional" und "österreichischer" Qualität".