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„Seltsame Ecken Österreichs“ heißt jene Gruppe auf Facebook, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, heimische Perlen der Kuriosität zu präsentieren. Unlängst schaffte es, zunächst noch kontextlos, ein Hinweisschild der Stadtgemeinde Kapfenberg zu größerer Bekanntheit.

„Werte Gäste! Rasieren im Freien VERBOTEN! Danke für Ihr Verständnis! Die Betriebsleitung“, lautet die eingängige Botschaft auf diesem Schild. Während einige unter dem dazugehörigen Posting raten, wo dieser Ausdruck wohl hängt, merken einige an, sich draußen zu rasieren sei ja nichts Schlechtes.

Doch dort, wo es geschehen ist, gehört es sich wahrlich absolut nicht, nämlich im Kapfenberger Sportzentrum, in einem Außenbereich des Freibades bzw. der Sauna. „Dort hat sich jemand den Intimbereich rasiert“, erklärt René Ranner vom Sportzentrum, warum es zu diesem Verbotsausdruck kam. Grundsätzlich dürfte man in diesem Außenbereich sowieso nicht nackt liegen, merkt er an.

„Dass sich jemand bei uns rasiert, kommt leider auch immer wieder einmal vor, auch im Bereich der Umkleidekabinen. Es ist aber natürlich verboten“, ergänzt Ranner. Mittlerweile wurde der Hinweis wieder abgehängt,. Das Verbot bleibt selbstredend bestehen und hat ohne genaues Studieren der Verhaltensregeln anderer Freibäder auch überall sonst Gültigkeit. Dass das Schild im ersten Moment für Lacher gesorgt hat, nimmt Ranner jedenfalls mit Humor. „Wenn man das nur so liest, klingt es schon lustig.“