Forum - Künftig Warnhinweise auf Weinflaschen?

 
Katerchen

Deutsche Winzer laufen Sturm gegen Pläne, auf Weinflaschen in der EU eine Warnung vor Gesundheitsrisiken vorzuschreiben. Kommende Woche will das Europäische Parlament darüber beraten.

Der Sonderausschuss zur Krebsbekämpfung des EU-Parlaments fordert - im Zuge einer Gesamtstrategie im Kampf gegen Krebs in Europa - diese Warnhinweise für alle alkoholischen Getränke. Denn die Mitglieder sind überzeugt, dass Alkohol ein erhöhtes Krebsrisiko darstellt und stützen sich dabei auf Aussagen der Weltgesundheitsorganisation WHO. So seien "in Europa schätzungsweise zehn Prozent aller Krebsfälle bei Männern und drei Prozent aller Krebsfälle bei Frauen auf Alkohol zurückzuführen", heißt es in dem Bericht, über den vermutlich am 15. Februar im EU-Parlament beraten werden soll. Vor allem gehe es um Mundhöhlen-, Rachen-, Kehlkopf-, Speiseröhren- oder Brustkrebs. Das Ziel sei, den schädlichen Alkoholkonsum bis 2025 um mindestens zehn Prozent zu reduzieren. (gelesen auf tagesschau.de)

Diese Eurokraten werden immer spinnerter. Wenn es Probleme mit Alkohol gibt dann eher mit den harten Sachen. Und wenn einer Alkoholiker ist lässt er sich von dämlichen Warnhinweisen und Bildchen eh nicht abhalten.

Wann führen endlich die Eurokraten einen Sonderausschuss zur Bekämpfung von skurrilen EU-Beschlüssen ein? Das wäre schon lange notwendig.

Billie-Blue

Und wieviel  % Krebs wird auf Feinstaub und Chemikalien zurückgeführt, denen man nicht entkommen kann? Klar ist Alkoholismus ein Problem, aber eine Sucht ist eine Krankheit und da nützen Warnhinweise nicht viel. Das ist Augenauswischerei, auf der anderen Seite werden die Winzer und andere Alkoholproduzenten in den Medien angepriesen und bejubelt. Diese Werbung müsste man dann auch unterlassen. Es geht um Geld, nicht um die Gesundheit der BürgerInnen, der Aufschrei wäre groß, würde man Weinanbau und Schnapsherstellung verbieten. Aber ich halte persönlich auch nichts von allzu vielen Verboten. Die paar Jahrzehnte, die dem  Menschen auf Erden vergönnt sind, sollen auch ein bissl genossen werden dürfen.

Buchi

Ich denke auch, dass Warnhinweise nicht viel bringen. Jeder, der Suchtmittel konsumiert, weiß dass es nicht gesund ist. 

colour67

Im Fernsehen ist einmal ein Bericht von Personen gewesen, welche regelmäßig auf Entzug gehen und es ist scheinbar schwierig, vom Alkohol wegzukommen. Leider kommt die Abhängigkeit so schleichend. Anfangs trinkt man "zur Beruhigung", dann womöglich regelmäßig und schließlich kann man ohne Alkohol nicht mehr den Alltag bewältigen. Ich finde es ist traurig, wenn jemand ohne dem nicht mehr kann, wobei sich mein Mitleid in Grenzen hält. Alkoholiker richten oft viel Schaden an, ob in der eigenen Familie oder auch, wenn sie betrunken ein Fahrzeug lenken, Unschuldige durch sie in Unfälle verwickelt werden und oft ihr Leben lassen müssen. Alkoholisierte haben leider oft einen besseren Schutzengel. 

Lara1

Wieder eine "Schnaps-Idee" der Bürokraten in der EU. Wozu eigentlich? 

Wenn wir uns die vielen Produktrückrufe ansehen, gäbe es genug zu kontrollieren. Da gibt es genug gesundheitsgefährdende Produkte.

Wie Billie-Blue schreibt, Feinstaub, Chemikalien sind nicht zu unterschätzen. Ebenso auch die Krankenhauskeime - da sterben genug Menschen daran.

Alkoholismus ist eine Krankheit, die behandelbar - wenn auch nicht so leicht -ist.  Fehlendes Mitgefühl leider nicht.