Um ihre KI zu trainieren, kaufen US-Konzerne in großem Stil gebrauchte Bücher in Deutschland. Die Werke werden gescannt und dabei oft zerstört, um den Prozess zu beschleunigen. So lautet zumindest der Vorwurf.

Chatbots, wie ChatGPT oder Claude, basieren auf sogenannten „Large Language Models“ (LLM) - also statistischen Modellen, die mit riesigen Textmengen trainiert werden. Die ersten Modelle seien auf Daten aus dem Netz trainiert worden, da diese am zugänglichsten gewesen seien. Ab einem bestimmten Punkt hatte man sozusagen das gesamte öffentliche Internet da schon reingeschmissen. Seit ein paar Jahren seien die Unternehmen deshalb auf der Suche nach Daten, die nicht im Internet verfügbar sind.