Noch im Katastrophenjahr wurde in Galtür der steinerne Schutzwall errichtet, doch das Unglück hatte auch Auswirkungen auf ganz Tirol. Der Leiter der Wildbach- und Lawinenverbauung der Sektion Tirol Gebhard Walter sagt, man habe umgehend die Kriterien für die Gefahrenzonenplanung geändert und die rote Gefahrenzone verschärft. Ziel sei gewesen, zu verhindern, dass Siedlungsräume und Gebäude in höher gefährdete Bereiche gebaut werden und hinrücken.
Galtür war auch der Anlass für den Digitalfunk. Es habe unterschiedlichste digitale Funksysteme gegeben, die untereinander nicht kompatibel waren. Rotes Kreuz, Bergrettung, Behörden, Polizei oder Militär hatten jeweils unterschiedliche Funksysteme, berichtet Noggler. Ein Einsatzleiter habe fünf oder sechs verschiedene Funkgeräte irgendwie bedienen müssen, falls diese überhaupt vorhanden gewesen seien.
ORF Tirol
Das Lawinenunglück von Galtür jährt sich am Freitag zum 25. Mal.
11 Häuser wurden im vermeintlich sicheren Ortsteil Winkl von den Schneemassen zum Teil mitgerissen.
Einen Tag später folgte die nächste Hiobsbotschaft. Eine weitere Lawine ging wenige Kilometer von Galtür entfernt auf den Ischgler Weiler Valzur nieder.
Insgesamt forderten die Lawinen von Galtür und Valzur 38 Menschenleben.
18.000 Menschen wurden nach dem Unglück aus dem Tal evakuiert, wochenlang wurde aufgeräumt und wiederaufgebaut.
Gemeinsam und mit viel Hilfe von aussen wurden viele Verbauungen und Sicherungsmaßnahmen umgesetzt und hoffentlich kommt es zu so einem Unglück nicht mehr.