Ein interessanter Bericht auf science.orf.at

Die starke Gletscherschmelze in den Alpen liefert immer wieder Überraschendes zu Tage.

Wo sich die Gletscher zurückziehen, tauchen plötzlich Tausende Jahre alte Baumstämme auf – und zwar nicht nur an den Gletscherrändern, sondern auch in großer Höhe, wo das Eis vor wenigen Jahrzehnten noch sehr dick war. Es gibt im Südtiroler Raum eine Fundstelle, wo man eine bronzezeitliche Hütte bzw. die Reste davon gefunden hat. Man findet auch Ledermaterial und Knochen.

 Am Schnidejoch in Südtirol wurde eine Hose gefunden. Das zeige, so ein Forscher, dass diese Alpenübergänge sehr früh und relativ lange begangen wurden. Auch Hinweise auf frühe Moore tauchen in Form von Torfresten aus dem Eis, die es im mittleren Holozän gegeben hat, als die Gletscher klein und stark zurückgezogen waren, auf.

Bevor sich jetzt der eine oder andere bestätigt fühlt und den Klimawandel leugnet folgende Aussagen des Wissenschaftlers:

Gletscher haben sich in der Geschichte immer wieder ausgedehnt und zurückgezogen. Der Geograf spricht von einem natürlichen Rhythmus: „Heute unterbrechen wir diesen Rhythmus mit diesem extremen Anstieg der Treibhausgase und damit dem Klimawandel, der dadurch ausgelöst wird.“

Die Alpengletscher verdeutlichen das so stark wie kaum ein anderes Element der Natur, sagt der Wissenschaftler. Mit den Hölzern können die Forscher belegen: Die rasante Erwärmung der letzten Jahrzehnte widerspricht klar dem natürlichen Trend der letzten Jahrtausende.