Forum - „Goldener Sonntag“ in Wien

 
Katerchen

Fest im Weihnachten um 1900 in der Stadt verankert war auch die Koppelung von Weihnachten an den letzten Sonntag vor dem Fest – den Goldenen Sonntag, den man sich in Preußen abgeschaut hat.

Wer meint, dass das Menschengewühl in den Gassen von Städten vor dem Weihnachtsfest eine typische Erscheinung des Overtourism der Gegenwart sei, der darf weit über hundert Jahre zurückschauen – etwa ins Wien knapp vor der Jahrhundertwende. „Ein unbeschreibliches Gewühl herrschte auf dem Kohlmarkt, Graben und in der Kärntner Straße“, schreibt die „Neue Freie Presse“ Ende Dezember 1893 resümierend: „In dieser Straße war es in den Abendstunden stellenweise schwer weiterzukommen; die Wagen bewegten sich nur im Schritt vorwärts, (…) aus den Bezirken und den alten Vororten waren Tausende in die Stadt gezogen, um die Herrlichkeit der glänzend erleuchteten Auslagen zu bewundern.“

Die „Kaufwut“ an den letzten Tagen unmittelbar vor Weihnachten ist also keine Erfindung der Neuzeit, das gab es schon vor über 100 Jahren. Ein lesenswerter Artikel auf topos.orf.at „vom Goldenen Sonntag zur Heiligen Nacht".

Den Goldenen Sonntag gibt es zum Glück nicht mehr, obwohl der Handel sich freuen würde.

Paradeis

Interessant dass es bereits vor vielen Jahren schon größere Menschen Sammlungen in den Städten oder der Stadt gegeben hat.