Fuerteventura, die zweitgrößte Insel der Kanaren, ist heute ein ziemlich trockener Ort mit kaum Niederschlägen. Doch das war nicht immer so. Vor wenigen Jahrtausenden war es auf der Erde um bis zu 7 Grad wärmer als heute – und die mittlerweile karge Kanaren-Insel war ein üppig grünes Paradies voller Seen, Wälder und einer enormen Artenvielfalt.

Ein Forscherteam um Antonio Sánchez-Marco hat tief in der „Cueva del Llano“, einer Lavahöhle im Norden Fuerteventuras, nämlich sensationelle Funde gemacht. Sie bargen dort Hunderte fossile Vogelknochen, die auf ein Alter von etwa 9.000 bis 5.000 Jahren datiert wurden (mittleres Holozän). Die gefundenen Überreste stammen jedoch nicht von Wüstentieren, sondern von Waldvögeln, Wachteln und Wasservögeln, die zwingend auf dichte Wälder, Ufervegetation und Flüsse angewiesen sind.

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