Tatsächlich handelt es sich beim Fernweh um einen relativ neuen Begriff, der erst im 19. Jahrhundert auftaucht. Sprich, während die deutschen Klassiker lediglich das Heimweh kannten, wird der Begriff Fernweh erstmals 1835 genannt.

Konkret in den Reiseerzählungen von Hermann Ludwig Heinrich Graf von Pückler-Muskau (1785–1871), besser bekannt als Fürst von Pückler-Muskau,  . Bis auf die explizite Nennung war das beschriebene Phänomen allerdings keine genuine Erfindung von Pückler-Muskau; denn bereits 1822 hatte Goethe ein Fluchtgefühl beschrieben, das er als eine umgekehrte Form des Heimwehs bzw. Sehnsucht ins Weite definierte.