Soviele regeln!! Wie soll sich denn da noch jemand auskennen. Die Skispringerin war sicher sehr enttäuscht.
Forum - Disqualifikationsgrund bei Olympia: Das Klebeband
AllBlacks
Als Sportler ist man mitverantwortlich für den ordnungsgemäßen Zustand seiner Ausrüstung, Unwissenheit schützt nicht.
und ja, das Trainer- und Serviceteam hat sich nicht mit Ruhm bekleckert.
DIELiz
das Olympiateam hat die Kollegin einfach im Regen stehen lassen.
wie kann das sein?
Sportsgeist?
Einer der unterschätztesten Profiteure der Olympischen Spiele dürfte die Klebebandindustrie sein. Überall, wo die Interessen der Sponsoren des Internationalen Olympischen Komitees auch nur ansatzweise durch Konkurrenzprodukte überschattet werden könnten, wird ein Heer aus Volunteers ausgeschickt, das bewaffnet mit Klebematerial Verbotenes einfach unsichtbar macht. Selbst Teebeutelmarken, wie wir von unserem Olympiareporter aus Peking hören, verschwinden hinter Klebestreifen.
Den Sportlerinnen und Sportlern ist es mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangen, dass nur das IOC an ihrem sportlichen Höhepunkt werben und verdienen soll. Die österreichische Skispringerin Sophie Sorschag konnte im Vorfeld ihres Wettbewerbs sich zwar nicht so genau mit den Regeln vertraut machen, weil sie für zwei coronaerkrankte Kolleginnen kurzfristig nachnominiert worden war, aber ihre Sponsoren von ihrem üblichen Wettkampfanzug, das wusste sie, mussten unbedingt weg. Das besagt die IOC-Regel 40, die den Sportler:innen fast jedes individuelle Vermarktungsrecht abspricht.
So überklebte Sorschag im vorauseilenden Gehorsam am Samstag ihren Anzug und wurde prompt disqualifiziert.
Die Rücksichtnahme auf die für Sportler:innen unfaire IOC-Regel kollidierte mit einer Regel der sportlichen Fairness.
Das Klebeband, hieß es, verringere verbotenerweise die Luftdurchlässigkeit des Anzuges. Sorschag sagte, sie habe nichts von der Vorschrift gewusst. Die Trainer hätten nichts gesagt.
Sie hätte in einen werbefreien, eigens für Olympia bereitgestellten Anzug schlüpfen müssen.