Die Herstellungstechnik der Nudelsorte Su Filindeu beherrschen nur noch drei Frauen auf der italienischen Insel Sardinien.

Auf Sardinien gibt es eine Nudelsorte, die selbst erfahrene Köchinnen und Köche an ihre Grenzen bringt: Su Filindeu – auf Deutsch die Fäden Gottes. Das große Problem dabei: Nicht die Zutaten machen die Pasta so besonders, sondern ihre Herstellung, die eine echte Kunst ist.

Nur noch drei Frauen auf der italienischen Insel beherrschen laut dem italienischen Kulinarik-Portal "Dissapore" die jahrhundertealte Technik, weshalb die hauchdünnen Teigfäden als die seltenste Pasta der Welt gelten.

Altes Handwerk – keine einfache Anleitung
Der Teig wird zu einem langen Strang geformt, immer wieder auseinandergezogen und gefaltet. Mit jeder Faltung verdoppelt sich die Anzahl der Stränge. Nach acht Faltungen entstehen so 256 hauchdünne Fäden. Diese werden dann in drei Schichten kreuzweise aufeinandergelegt und in der Sonne getrocknet. Das Ergebnis erinnert eher an zarte Spitze als an die Pasta, die Du aus dem Supermarkt kennst.

Paola Abraini hat die Technik einst von ihrer Schwiegermutter gelernt. Auch Antonietta Pes (75), eine der letzten drei Meisterinnen, bekam das Wissen in der Familie weitergegeben. Über Generationen wurde diese Kunst mündlich und durchs Zuschauen weitergegeben.

 gelesen in der Heute.

Schade, dass niemand diese Kunst lernen möchte.