Wird unsere Erde in ferner Zukunft von einer sich ausdehnenden Sonne geschluckt? Eine neue Studie macht nun Hoffnung: Sie berechnet, dass unser Heimatplanet dem Todeskampf der Sonne entkommen wird.

In ferner Zukunft wird sich die Sonne zu einem gewaltigen Roten Riesen aufblähen und die inneren Planeten verschlingen - doch was geschieht dabei mit der Erde? Eine neue Modellrechnung kommt zu einem Ergebnis, das Hoffnung macht: Die Erde dürfte knapp entkommen.

Ein Forschungsteam aus Belgien und Frankreich hat die Bahnen der inneren Planeten in der späten Lebensphase der Sonne durchgerechnet, wenn der Stern sich zunächst als "Roter Riese" aufbläht, bevor er zu einem Weißen Zwerg kollabiert.

Doch es ist ein kosmischer Wettlauf zwischen zwei Kräften: Weil die sterbende Sonne in der späten Phase ihres Lebens massiv an Masse verliert, lockert sich ihr Gravitationsgriff auf die Planeten, und deren Bahnen weiten sich nach außen. Allerdings haben die Gezeitenkräfte einen gegenteiligen Effekt und ziehen die Planeten nach innen. Merkur und Venus schaffen es nicht schnell genug nach außen und werden bereits in der Rote-Riese-Phase verschluckt. Erde und Mars driften laut der neuen Studie rechtzeitig in Sicherheit. Ihre Erkenntnisse haben die Forschenden im Fachmagazin "Astronomy & Astrophysics" veröffentlicht.

Zur Wahrheit gehört aber auch: Viel übrig vom einst blühenden Paradies wird auf der Erde dann nicht mehr sein. Denn schon in rund einer Milliarde Jahren dürfte die immer heißer strahlende Sonne die Ozeane verdampfen und die Erde unbewohnbar machen. Der eigentliche Feuertod stünde - falls er doch noch eintritt - ohnehin erst in etwa fünf Milliarden Jahren bevor. (n-tv)

Ich werde es eh nicht erleben. 😈