Der Fischotter gehört zusammen mit anderen wasserbezogenen Arten zu gesunden und vielfältigen Fließgewässern einfach dazu. Als Top-Prädator steht er an der Spitze der Nahrungskette und erfüllt wichtige Funktionen im Ökosystem Fluss. So beeinflusst er etwa die Zusammensetzung und das Zusammenspiel anderer Arten in diesen Lebensräumen und sorgt als „Gesundheitspolizei“ für vitale Fischbestände.
Sündenbock im Wasser
Die Rückkehr des Fischotters in seinen ursprünglichen Lebensraum birgt Konfliktpotenzial, denn durch sein natürliches Verhalten geratet der Fischotter in Konkurrenz zu menschlichen Nutzungsinteressen z.B. der Fischereiwirtschaft. Hartnäckig hält sich auch der Mythos, dass Fischotter Flüsse und Bäche leerfressen. Der Fischotter wird zum Sündenbock für menschliche Verfehlungen gemacht. Doch der Rückgang der Fischbestände liegt nicht an der Rückkehr der Fischotter, sondern vielmehr an der weitreichenden Zerstörung und der nicht nachhaltigen Bewirtschaftung der Flüsse. Damit ein friedliches Zusammenleben möglich wird, arbeitet der WWF an Lösungen für ein konfliktfreies Neben- und Miteinander von Menschen und Fischottern.
wwf
- feiert heuer sein zehntes Jubiläum. Seit 2014 findet am jeweils letzten Mittwoch im Mai der Welttag der Otter statt.
Fischottermännchen werden bis zu einem Meter gross.
Fischotter wurden viele Jahre wegen ihres begehrten gejagt und ihr Bestand wurde stark dezimiert.
Inzwischen haben sich die Bestände in Österreich wieder deutlich erholt.