Das hört sich aber sehr schrecklich an. Warum ist so etwas erlaubt?
Forum - Der Wald
Es sind bei uns Staatsforsten. Ein privater Waldbesitzer würde wohl Probleme bekommen. Ich hatte mal eine Diskussion mit einem Forstamtsleiter der behauptete, dass die Überreste vom Holzschlag der „Nährstoffversorgung“ dienen würden. Da liegt dann das Gestrüpp etliche Jahrzehnte herum bis es „verarbeitet“ wurde. Und in der Zwischenzeit kommt Neues nach. Dem Borkenkäfer freut es.
Seit der Forstreform müssen die bayerischen Wälder Gewinn für die Staatskasse machen.
Oje, so etwas habe ich jetzt bei uns zum Glück auch noch nicht beobachtet. Bei mir ist aber auch ein Staatsforst in der Nähe, den werde ich, angeregt durch Deine Erzählung mal genauer unter die Lupe nehmen.
Bei uns ist es genauso, der Wald gehört den Bundesforsten.
Der Wald in Österreich gehört nur zum Teil den Bundesforsten. Ein großer Teil ist glaube ich in Kirchenbesitz, ein Teil gehört auch noch dem Adel und eben Privatbesitz.
Der Wienerwald ist seit 2005 ein Pilotprojekt ( Biosphärenpark). Da gibt es auch Kernzonen, wo alles liegenbleibt und wieder Urwald entsteht. Allgemein wird dieser Wald, der sich großteils über Niederösterreich erstreckt unter ökologischen Gesichtspunkten geführt. Genaues kann man im Internet nachlesen. Ich denke, das könnte Vorbild für andere Wälder sein.
Zuletzt bearbeitet von Billie-Blue am 22.03.2024 um 11:55 Uhr
Billie-Blue, dass alles liegenbleibt und es wieder ein Urwald entsteht ist ja in Ordnung. Das ist ja auch in den Nationalparks so. Nur fallen da ab und zu mal Bäume um und die fallen nicht weiter auf. Bei mir im Wald kommt eine große Menge an „Totholz“ auf einmal zustande. Das hat mit „natürlichen“ Wald auch nichts mehr zu tun.
Das die "Pfade" nun richtige "Autobahnen" werden ist unter anderem auch den schweren, großen Gerätschaften geschuldet.
Lt Waldwerbung wird in Österreich weniger Wald/Holz entnommen als nachwächst - hoffen wir mal, es is nicht der Borkenkäfer schneller!
Da hoffe ich doch sehr, dass es bei uns nicht so ist und die Forststrassen schmal bleiben. Wir brauchen keine Autobahnen im Wald!
Ein Wald muss bewirtschaftet werden und das geht nur, wenn es Zufahrten gibt.
Ohne Maschinen und nur mit Pferden kann man vielleicht einen ebenen Wald bewirtschaften, aber nicht wenn es steiler ist.
Und ohne Maschinen rentiert es sich nicht.
Passend zum Tag des Waldes eine Beobachtung von mir. Seit der bayerischen Forstreform wird der Wald bei uns „ausgeschlachtet“. Es werden breite Forststraßen dort angelegt wo zuvor nur ein Pfad war. Dann fahren sogenannte Harvester alle 20 – 30 Meter seitlich in den Walt, schlagen Schneisen und holen viele Bäume raus.
Diese viele Tonnen schwere Fahrzeuge verursachen große Furchen im Boden und verdichten ihn. Und das schlimmste ist, dass alles was kein Geld bringt liegen bleibt. Die Baumkronen und Äste bleiben an Ort und Stelle, der Wald verwandelt sich in ein Gestrüpp. Wo man früher riesige Flächen mit Blaubeeren hatte und auch viele Schwammerl wuchsen kommt man nicht mehr hin.
Es macht bei mir kein Vergnügen mehr, durch den Wald zu wandern.