Ich habe kürzlich eine interessante Sendung auf Ö1 gehört, leider nur einen Teil, da ging es um das Thema Hass. Unter anderem kam der bekannte österreichische Psychiater Haller zu Wort. Dieser meinte zu " Hass im Netz", dass das nicht immer nur negativ sei, sondern sogar einen Vorteil habe. Nämlich, dass hier Spannung und Wut abgebaut wird. Das sei immer noch besser, als wenn dies im echten Leben geschieht und jemand tatsächlich zu Schaden kommt. Er meinte damit natürlich aber nicht den Fall, dass jemand im Netz in die Verzweiflung getrieben wird! Das Internet als eine Art Ventil, um im echten Leben entspannter zu sein?
Gut oder böse? Ich denke, der Mensch ist beides und je nach dem, welche Erfahrungen er in der Kindheit macht, kommen mehr die einen oder anderen Anteile zum Vorschein. Man kann in einem erwachsenen Menschen ebenfalls die guten oder die bösen Anteile aktivieren.
gut oder böse?
Grundsätzlich bin ich überzeugt, dass ein guter Kern im Menschen steckt. Doch ich beobachte: Je weiter weg, desto höher die Bereitschaft zu Gewalt. Bsp. dazu: Im großen Netz - in der Anonymität - fällt es vielen Leuten leicht, Agressionen, Hass-Postings abzusetzen. Menschen beschimpfen, mobben andere, die sie nicht kennen.
Ich bin mir sicher, dass sich diese Leute ein direktes Gespräch nicht zutrauen oder dem ausweichen.
Zuletzt bearbeitet von Pesu07 am 28.10.2022 um 06:10 Uhr