Es stimmt schon, was du schreibst. So kann es auch nicht sein, dass sich jemand auf diese Weise den Behörden widersetzt. Man müsste da am Behördenweg etwas ändern, damit sich so etwas nicht über Jahre hinzieht bzw. schnell entschieden wird. Das ist die eine Seite.
Die andere Seite ist aber schon, dass hier ein Mädchen abgeschoben wurde, welches hier aufgewachsen ist und einfach rausgerissen wird. Das macht mich ehrlich gesagt auch betroffen, da ich selber Kinder habe, kann ich mir vorstellen wie schrecklich das für das Kind sein muss.
Was ist wichtiger, die Einhaltung des Rechtsstaates oder das Schicksal eines Kindes?
Es redet sich halt leicht, wenn man das Glück hatte hier geboren zu sein.
Unser Herr BP kritidiert die Abschiebung einer minderjährigen, hier geborenen Schülerin.
Sind wir nun ein Rechtsstaat oder nicht? Vielleicht sollte sich unser Herr BP besser informieren.
Die Asyl-Odyssee der Mutter zieht sich seit bald 15 Jahren hin! Von drei Gerichten wurden alle Asylbegehren bzw. sechs Folgeanträge zurückgewiesen. Behörden-Entscheidungen seien „beharrlich nicht beachtet“ worden. Das Bundesverwaltungsgericht listet trotz guter Deutschkenntnisse und sozialer Kontakte Falschaussagen, schwache berufliche Integration bzw. wenig Engagement zur Selbsterhaltungsfähigkeit auf. Zudem könne nicht „mit der erforderlichen Sicherheit davon ausgegangen werden“, dass die Familie sich künftig an die „notwendigen Normen“ für ein geordnetes Zusammenleben halten werde.
Quelle: Kronen Zeitung/krone.at