Medizinische „Behandlung“ auch im Reich der Tiere.

Selbstbehandlung ist bei Tieren gar nicht so selten. Nicht nur Säugetiere wie Affen oder andere höhere Lebewesen versorgen etwa Wunden mit Pflanzen oder fressen gezielt Heilpflanzen bei Krankheiten. Auch Kleintiere wie Raupen, Bienen und Ameisen haben therapeutische Kenntnisse.

Afrikanische Matabele-Ameisen behandeln beispielsweise verletzte Artgenossen mit einem körpereigenen antimikrobiellen Sekret, um Wundinfektionen zu verhindern. Die Tiere besitzen zwar keine speziellen Drüsen, ihre „Behandlungsmethoden“ klingen aber noch erstaunlicher, da sie mitunter über die reine Wundversorgung hinausgehen. Gereinigt werden alle Beinverletzungen – vermutlich um Infektionen vorzubeugen, aber in manchen Fällen kommt eine andere Therapie zum Einsatz: Das kranke Bein wird komplett „amputiert“ – d. h., mit Hilfe der Kiefer abgenagt.

Dass Ameisen eine Wunde diagnostizieren können und erkennen, ob sie infiziert ist und Artgenossen über einen derart langen Zeitraum behandeln, ist wohl das einzige medizinische System, das es mit dem der Menschen aufnehmen kann

Ein erstaunlicher Artikel auf science.orf.at