Forum - Beginn der Halcyon Tage am 14,12.

 
hexy235

Der Begriff stammt aus der antiken Mythologie und hat sich über Jahrhunderte zu einem festen kulturellen Bild entwickelt, das bis heute in Literatur, Sprache und Kalendern nachwirkt. Gemeint ist keine messbare Wetterperiode, sondern eine symbolische Zeitspanne, in der Unruhe und Chaos für einen Moment ausgesetzt scheinen.

Lara1

Als halkyonische Tage bezeichnete man im antiken Griechenland einen Zeitraum von vierzehn Tagen im Dezember um die Wintersonnenwende. Die halkyonischen Tage wurden wegen des gewöhnlich schönen Wetters und der Windstille geschätzt, das Meer war in dieser Zeit ruhig und gut befahrbar. Der Name halkyonisch geht zurück auf den Eisvogel (griechisch ἀλκυών halkyon oder alkyon); man nahm an, dass die Brutzeit des Eisvogelweibchens in diesen Zeitraum fällt. In der gehobenen Sprache wird der Ausdruck „halkyonische Tage“ metaphorisch für eine schöne kurze Zeit benutzt.

Ursprung dieses Ausdrucks ist der Mythos von Alkyone, der Tochter des Aiolos, deren Name von dem des Eisvogels abgeleitet ist. Alkyone (attisch Halkyone) war mit Keyx verheiratet. Nachdem sie ihren Mann verloren hatte, suchte sie ihn lange vergeblich. Schließlich wurde sie von den Göttern aus Mitleid in einen Eisvogel verwandelt. Ihr wurde das Privileg des schönen Wetters während ihrer Nist- und Brutzeit gewährt.

In dem pseudoplatonischen, später Lukian zugeschriebenen Dialog Halkyon („Der Eisvogel“) erzählt der Philosoph Sokrates seinem Freund Chairephon den Mythos von Halkyones Verwandlung in einen Eisvogel. Das fiktive Gespräch findet während der halkyonischen Tage statt, nachdem die beiden Freunde den Ruf des Eisvogels vernommen hatten.

Wikipedia