Forum - Bär aus dem Trentino ist bekannt

 
Katerchen

Die Bärin, die vor Tagen einen Jogger getötet hat ist bekannt. Sie wurde mittels DNA identifiziert und ist schon 2020 aufgefallen nachdem sie mehrere Menschen attackierte. Sie hätte damals schon geschossen werden sollen, aber ein Gericht hatte dies abgewiesen.

Das besondere an der Bärin ist, dass sie die Schwester vom „Problembär“ Bruno ist, der 2006 vom Trentino über Österreich nach Bayern gelangte, wo er dann nach mehreren Vorfällen erschossen wurde.

littlePanda

Ich frage mich da immer, wer eigentlich das Problem ist. Das Tier, das immer weniger Lebensraum hat oder der Mensch, der in diesen immer weiter vordringt.

Maarja

Bruno war deshalb ein Problem weil er die Nähe zu Menschen nicht gemieden hat. Das tut seine Schwester wohl auch nicht. Es mangelt wohl noch an einem wirklich guten Wildtiermanagement, dass dafür sorgt, dass die Tiere ihre natürliche Scheu behalten, die sie daran hindert, den Menschen zu nahe zu kommen. Die Bärin, die jetzt getötet hat, war, wie Katerchen geschrieben hat, schon einmal auf Menschen losgegangen. Die Behörden haben daraufhin entschieden, sie lediglich mit einem Sender auszustatten, (das ist der, dessen Batterien jetzt leer sind) und sie ansonsten leben zu lassen. 
Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie diese (Fehl-)Entscheidung sich heute für die Eltern anfühlt, deren Sohn unweit seines Elternhauses von ihr getötet wurde. 

sssumsi

littlePanda, das frage ich mich auch immer wieder, wenn Problembären und Problemwölfen die Rede ist.Das sind einfach Wildtiere die Platz brauchen.

Aber natürlich sind solche Fälle sehr tragisch.

 

Maarja

Im Münchner Zoo gibt es ein Gehege mit Wölfen. Das ist sehr groß und bewaldet. Man muss schon sehr viel Geduld und ein Fernglas mitbringen wenn man einen kurzen Blick auf einen Wolf erhaschen will. Die nähern sich den Menschen nicht. 

Wenn Wildtiere sich anders verhalten, hat man ihnen das angewöhnt. Nutztiere, die unbewacht sind. Essensreste, die liegen gelassen werden. Kein Wunder wenn Bären und Wölfe näher an Siedlungen herankommen. Die, die sich damit auskennen sagen immer wieder, dass die natürliche Scheu (Angst) vor Menschen erhalten werden muss