Forum - 2. Juli: Fest Mariä Heimsuchung

 
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Das Marienfest Mariä Heimsuchung (lateinisch Visitatio Mariae; Festum in visitatione Beatae Mariae Virginis) erinnert an den Besuch der Gottesmutter Maria bei ihrer Verwandten Elisabet. Dieses Ereignisses gedenken sowohl die römisch-katholische und die altkatholische Kirche als auch Teile der anglikanischen Gemeinschaft und die lutherischen Kirchen sowie das Östliche Christentum.

Die Episode, die nur vom Evangelisten Lukas (Lk 1,39–40 EU) im Anschluss an die Verkündigungsszene erzählt wird, verläuft wie folgt: Die schwangere Maria macht sich auf den Weg, um ihre Verwandte Elisabet zu besuchen (daher „Heimsuchung“) und die Freude mit ihr zu teilen. Elisabet, selbst im sechsten Monat mit Johannes dem Täufer schwanger, grüßt sie mit den Worten: „Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“ Maria antwortet mit ihrem berühmten Loblied, dem Magnificat (Lk 1,46–55 EU). Der Gruß Elisabets fand auch Eingang in den Wortlaut des Ave Maria und mittelbar in andere Gebete wie den Angelus oder den Rosenkranz.

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Unter Papst Pius V. wurde der Festtag am 2. Juli in den römischen Generalkalender aufgenommen.

Die Liturgiereform infolge des Zweiten Vatikanischen Konzils verlegte das Fest im römischen Generalkalender, in besserer Entsprechung zur biblischen Chronologie, auf den 31. Mai (bis dahin das Fest Maria Königin).

Auf diese Weise wurde das Fest Mariä Heimsuchung dort zugleich der Abschluss des traditionellen Marienmonats.

Im Regionalkalender für das deutsche Sprachgebiet, wo der Tag in der Tradition tief verwurzelt ist, blieb es weiterhin am 2. Juli.