Ein Mann in Bayern bekam diese Summe, nachdem er unschuldig zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt wurde und sich nach 13 Jahren dies als Justizirrtum herausstellte.

Er hat als vermeintlicher Mörder einen großen Teil seines Lebens unschuldig im Gefängnis verbracht: Das Landgericht München II hatte ihn 2010 für schuldig befunden, eine Seniorin getötet zu haben. Nach einem Zug durch die Instanzen wurde er letztlich 2023 nach einem Wiederaufnahmeverfahren freigesprochen.

Nach dem Kampf um seine Freiheit begann für ihn der Kampf um eine angemessene Entschädigung. Am Mittwoch gab das bayerische Justizministerium bekannt, dass er vom Freistaat unter Berücksichtigung bereits geleisteter Beträge insgesamt 1,31 Millionen Euro erhält, die alle Ansprüche aus seiner Verurteilung, der Haft und dem Wiederaufnahmeverfahren abdecken. Viel wird ihm davon aber nicht übrig bleiben, muss er das Geld das er vom Staat bekommt, zur Hälfte wieder als Steuer an den Staat zurückzahlen und er muss seine Anwältin bezahlen.

Ich bin der Ansicht, die Entschädigung sollte zumindest steuerfrei sein, kann ja nicht sein dass der Staat zusätzlich für das Unrecht was er begangen hat noch Steuern einnimmt.